15. Jan 2004 13:01
Am Bahnhof Friedrichstraße versperrt zur Zeit Hollywood-Star Matt Damon den Berlinern den Weg. Er ist für die Dreharbeiten zu «The Bourne Supremacy» in der Stadt.
Doch trifft man auf den weiträumig abgesperrten Straßen um den U-, S-, und DB-Bahnhof nicht die Berlinerin Potente, die gerade aus Los Angeles in die Heimat zurückgekehrt ist. Es ist Damon, der einem den Heimweg verlängert. «Zwei Minuten noch», sagt ein freundlicher Mann in einer Neonweste. Er und ein rot-weißes Absperrband sollen Passanten daran hindern, eine Spree-Brücke zu überqueren. «Bei zwei Minuten lohnt sich der Umweg da hinten rum nicht», brummt ein Mann mit Aktentasche. Die Wartenden sind geduldig. Sie sind amüsiert, nicht schlecht gelaunt.
Wo gerade genau gedreht wird, ist nicht sofort ersichtlich, da diverse Filmleute durcheinander rennen, Kameras auf Dollys fahren und Scheinwerfer ausgerichtet werden. Dann brüllt plötzlich jemand «Action», und die Menschen in der Traube vor der Brücke bemerken, dass der Star wohl auf einem Boot auf der Spree ist, dass laut tuckernd unter der Brücke fährt. Doch niemand versucht einen Blick auf Damon zu erhaschen. Man wartet stoisch.