Matt Damon auf dem Weg zur U-Bahn
«Zwei Minuten noch», sagt ein freundlicher Mann in einer Neonweste. Er und ein rot-weißes Absperrband sollen Passanten daran hindern, eine Spree-Brücke zu überqueren. «Bei zwei Minuten lohnt sich der Umweg da hinten rum nicht», brummt ein Mann mit Aktentasche. Die Wartenden sind geduldig. Sie sind amüsiert, nicht schlecht gelaunt.
Wo gerade genau gedreht wird, ist nicht sofort ersichtlich, da diverse Filmleute durcheinander rennen, Kameras auf Dollys fahren und Scheinwerfer ausgerichtet werden. Dann brüllt plötzlich jemand «Action», und die Menschen in der Traube vor der Brücke bemerken, dass der Star wohl auf einem Boot auf der Spree ist, dass laut tuckernd unter der Brücke fährt. Doch niemand versucht einen Blick auf Damon zu erhaschen. Man wartet stoisch.
Auf dem weiteren Weg fällt auf, dass die Filmleute doch jemanden auf der Brücke gelassen haben: den Punker, der hier immer sitzt.
Die Polizei muss auch die unzähligen, unechten Polizeifahrzeuge genehmigen, die auf der anderen Seite der Brücke stehen, und die Damon irgendwann vielleicht verfolgen werden. Aber man kann die Wagen auch bei der Polizei ausleihen, sagt eine Sprecherin der Polizei Berlin. «Dienstleistung mit Fahrer.» Dafür bekommt die Polizei Geld. Wieviel hänge vom Einzelfall ab. Doch ein Preis ist fix: Ein Absperrgitter kostet pro Tag 26 Euro. (nz)
