netzeitung.deGottschalk: «Harald Schmidt war zu verkopft»

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Harald Schmidt und Thomas Gottschalk (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Harald Schmidt und Thomas Gottschalk
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Thomas Gottschalk befürchtet, dass Harald Schmidt seine Fans in Zukunft etwas enttäuschen wird. Und weder Kerkeling noch Raab seien angemessene Nachfolger, so der TV-Kollege. Thema: Ende der Schmidt-Show Sat.1-Chef: «Harald Schmidt ist nicht Gott» Sat.1-Chef Schawinski will nicht Schuld sein Hape Kerkeling statt Harald Schmidt «Harald for President» Schawinski: Schmidt kommt nicht wieder Abgetaucht: Die Kündigung des Harald Schmidt Schmidt plant das nächste Jahr Hunderte demonstrieren für Harald Schmidt

Thomas Gottschalk ist einer der großen Entertainer im deutschen Fernsehen, nur eben ganz anders als Harald Schmidt. Über dessen Abschied von Sat.1 sagte der «Wetten dass...?»-Moderator in seiner Chat-Show bei «T-Online»: «Ich habe nicht mit Harald gesprochen. Aber wenn er auf einem anderen Sender wieder kommt mit einer neuen Late-Night-Show, dann wird er es schwer haben, seine Fans wieder einzusammeln.»
Zu verkopft
Er selbst sei nie ein überzeugter Fan der Schmidt-Show gewesen: «Die Sendung war mir persönlich zu 'verkopft' zum Schluss», so Gottschalk. In den USA, wo Gottschalk lebt, sei Late Night eine «lustige, satirische Rückschau auf den Tag. Harald hat mit Playmobil-Männchen Hamlet nachgespielt, und es war ihm völlig egal, ob die Zuschauer dabei abgeschaltet haben. Hauptsache, ihm hat's Spaß gemacht.»

Über die Zukunft Schmidts macht sich Gottschalk allerdings wenig Sorgen: «Harald wird sicher wissen, was er in Zukunft macht - er ist auch ein cleverer Geschäftsmann.» Was die Fans des Talkmasters betrifft, hat Gottschalk allerdings Bedenken: «Ich habe die Befürchtung, dass seine Mainstream-Fans etwas enttäuscht werden.»

Raab bringt's nicht
Auch über die Nachfolge des Late-Night-Stars hat Gottschalk bereits nachgedacht: «Es gibt in Deutschland auch andere, die das können. Wenn es einer schafft, dass sich Mädels die Bluse aus- und wieder anziehen, dann hat der auch eine Million Zuschauer - so wie Harald Schmidt auch.»

Von den bisherigen Vorschlägen halte er wenig: «Ich bin ein großer Fan von Hape [Kerkeling], aber er ist keiner, der aus dem Stand Unterhaltung machen kann. Er ist nicht so spontan wie Harald.» Auch Stefan Raab kommt eher schlecht weg: «Das ist Entertainment für Kids, mal mehr mal weniger lustig.»

Er selbst sehe sich nicht als potenziellen Nachfolger: «Ich bin es nicht. Ich habe drei Jahre Late-Night-Shows bei RTL gemacht. Das reicht.» (nz)