netzeitung.de«Harald for President»

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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Harald Schmidt-Fans wollen den Entertainer dazu bewegen, sich politisch zu engagieren. Sie sehen in ihm den perfekten Kanzler.

Treue Fans von Harald Schmidt sehen in dem Entertainer offenbar den optimalen Kanzler für Deutschland. «Das Land braucht wieder jemanden, dem es vertrauen kann. Jemand, der das Land regiert und Reformen mit Verstand, Humor und Volksnähe durchsetzen kann», fordern die Macher der Website «haraldforpresident.de».

Wie in zahlreichen anderen Foren wolle die Gruppe «treuer Harald Schmidt Fans und eigentlich auch politisch engagierter Menschen» so viele Stimmen wie möglich sammeln, um diese Schmidt gebündelt zu übergeben. Jedoch verfolgt sie damit ein anderes Ziel. So wollen sie den Entertainer nicht dazu bewegen, weiterzumachen. Vielmehr beabsichtigen sie, dass er sich politisch engagiert.

«Die USA macht es uns doch vor», heißt es unter der Rubrik «Wieso eigentlich? Und wieso jetzt?», «Wenn Arnold Schwarzenegger Kalifornien regieren kann, wieso sollte Dirty Harry nicht Deutschland führen können?»

Petition an den UN-Sicherheitsrat
Fast täglich kommen öffentliche Aufrufe für Schmidt dazu. Auf der Website «HarryGoOn.de» werden die Leser dazu aufgefordert, eine Petition an den UN-Sicherheitsrat zu unterzeichnen. «Wir, die Unterzeichner», heißt es darin, «setzen uns ein für das Recht auf unsere eigene Harald-Schmidt-Show. Wir gestehen allabendliche Hingabe zu Harry, Suzanna, Andrack und Co. Wir geloben dem Chef von Sat.1 (dem neuen, den der Harald nicht leiden kann) ewiges Einschalten ohne störendes Pinkelngehen». Sehr viel mehr als 1000 Unterzeichner hat der Aufruf allerdings nicht.

Genauso scheint allmählich das Interesse an der Unterschriftensammlung auf der Seite «schmidt-soll-bleiben.de» zu erlahmen. Am Montagmittag waren gerade mal rund 128.000 Unterschriften registriert. Nach ihrer Fertigstellung am vergangenen Dienstag waren dort bis zu 2000 Unterschriften in der Stunde abgegeben worden. Eine Million sollen es werden. (nz)