Vielleicht verlässt der Entertainer das Fernsehen aber auch ganz. Der Theater-Intendant Claus Peymann vom Berliner Ensemble behauptet: «Harald Schmidt kommt fest zu uns.» Für eine (mehrfach behauptete, nicht bestätigte) Abendgage von 40.000 Euro wäre Schmidt freilich ein wenig zu teuer fürs deutsche Subventionstheater, wenn er nicht seinerseits zu dessen Mäzen würde. In Schmidts Show war am Dienstagabend zum ersten Mal offiziell die Rede von ihrem Ende, nachdem er seinem Gast Klaus Kleber am Montag die Auskunft verweigert hatte. Schmidt gab sich als «mitfühlender, großherziger» Chef, der alles für seine «Tausende» Mitarbeiter tue, die er nun entlassen werde. Er rief dann bei der Bundesanstalt für Arbeit an, um für Gekündigte eine Ausfahrt in einem der dort jüngst geleasten (und laut kritisierten) BMW-Dienstwagen zu bestellen, damit sie auch mal etwas sähen. In einer Art Traumsequenz suchte Schmidt in seinem Studiokomplex voller umziehender Mitarbeiter, die nicht mit ihm sprachen, nach seinem Sidekick Manuel Andrack, den er schließlich dabei erwischte, die «Manuel Andrack Show» zu proben. Seinen Gast, den Sänger Sascha, fragte Schmidt nach dessen «kreativer Pause»: Was sie denn solle, was seine wahren Motive seien, wer wirklich dahinter stecke. Sascha schwieg. (nz)