netzeitung.deNeuer Bericht belastet Bertrand Cantat

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Marie Trintignant (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Marie Trintignant
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Französische Ärzte widersprechen den Aussagen des Musikers Bertrand Cantat zum Tod seiner Freundin Marie Trintignant. Er will ihr nur vier Ohrfeigen gegeben haben.

Ein neuer Untersuchungsbericht zweier französischer Gerichtsmediziner belegt, dass der Tod der französischen Schauspielerin Marie Trintignant auf «Schläge und heftige Erschütterungen» zurückzuführen ist.

Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wird das am Dienstag veröffentlichte Gutachten der Justiz in Litauen zugeleitet, wo der unter Totschlagsverdacht stehende französische Musiker Bertrand Cantat auf seinen Prozess wartet. Ihm wird vorgeworfen, Trintignant in der Nacht zum 27. Juli 2003 in einem Hotel in Vilnius so schwer verprügelt zu haben, dass die Schauspielerin ins Koma fiel.

Den Ärzten zufolge wurde ihr mehrfach mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Außerdem sei sie heftig geschüttelt worden. Diese Schläge und Erschütterungen hätten zu der Hirnblutung geführt, an der die 41-Jährige am 1. August starb.

Zweifelhafte Version
Der Sänger hatte ausgesagt, Trintignant nur vier Ohrfeigen gegeben zu haben, dann sei sie gefallen und habe sich am Kopf verletzt. Die Sturzversion war bereits nach der ersten Autopsie im August in Zweifel gezogen worden.

Auch der neue Bericht widerlegt Cantat: Die Schwere der Verletzungen spreche für mehr als vier Schläge, heißt es weiter.

Bei einer Verurteilung wegen Totschlags drohen Cantat bis zu 15 Jahren Haft. (nz)