Julie Delpy singt
Nur nicht sie selbst: «Ist es nicht seltsam, dass man von Schauspielern immer denkt, maximaler Ruhm sei ihr wichtigstes Ziel? Ich habe in Frankreich erste Erfahrungen mit dem Ruhm gemacht - und die haben mir nicht besonders gefallen», sagt die 33-Jährige im Interview mit dem «Spiegel».
Auf der am 13. Oktober in Deutschland erscheinenden, schlicht «Julie Delpy» betitelten CD singt Delpy Englisch: «Die meisten Stücke habe ich für ganz bestimmte Menschen geschrieben, die wie ich in den USA leben. Weil es mir oft schwer fällt, mich in Briefen oder Gesprächen mitzuteilen, habe ich entdeckt, dass ein lied ein guter Weg ist, meine Gefühle auszudrücken,» sagte Delpy dem Nachrichtenmagazin. Ihr Vater habe kürzlich gesagt: «Du machst ein Geschäft mit deinen gescheiterten Beziehungen. Andere werden depressiv, du machst Lieder darüber.»
Sie selbst habe kein Talent für glückliche Beziehungen. «Jedensfalls nicht auf Dauer.» Im Gegensatz zu anderen Menschen habe sie keine Mauern aufgebaut, «die das schützt, was sie sind und fühlen. Es gibt keinen Schutz zwischen mir und der Welt. Das macht mich häufig sehr nervös. Ich fühle mich manchmal wie eine Katze auf Kokain.» Die Verwandlung ihrer Gefühle in Musik verhelfe ihr zur Distanz. (nz)
Julie Delpy, «Julie Delpy» ab dem 13. Oktober im Handel erhältlich.

