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Lupe Tom Ford hat dicke Amerikaner satt

Modedesigner Tom Ford sieht die Mode im Wertewandel begriffen. Weg von der Pseudo-Lässigkeit hin zum neuen Klassizismus.

Tom Ford, Kreativ-Chef der Haute-Couture-Modehäuser Yves Saint Laurent und Gucci, hat das Ende der Lässigkeit verkündet. «Wir haben in den letzten zehn Jahren versucht, cool zu wirken - so, als würden wir uns keine Mühe geben. Unser Haar zum Beispiel war raffiniert auf ruiniert gestylt», zitiert die Zeitschrift «Vogue» den Modedesigner.

Doch damit sei jetzt Schluss: «Wir befinden uns mitten in einem neuen Klassizismus. Wir wenden uns wieder Werten zu - Dingen, die wirklich sind und die für etwas stehen», so Ford.
Sex nervt
Mode sei für ihn die Einheit von Natürlichkeit, Stil und Sex. «Ich glaube, dass sich eine Sexualität durch meine Arbeit zieht, die gar nicht so viel mit dem eigentlichen Akt zu tun hat. Sexualität dreht sich bei mir um die Tatsache, dass wir menschlich und dass wir eine Tiergattung sind.» Sex könne ihm jedoch auch «total auf die Nerven gehen». Es sei schließlich nicht alles.
Hilflose T-Shirts
Zum Stil gehöre auch «Respekt vor dem Gegenüber». So bewundere er die «Grandezza der Cowboys», so der Modemacher weiter. «Wenn sie sich fein machen, muss alles sauber und frisch gebügelt sein». Einen anderen Typ Amerikaner findet Ford aber geradezu abstoßend: «Ich habe sie satt, diese großen dicken Amerikaner in ihren hilflosen T-Shirts.» (nz)