netzeitung.deSchwarzeneggers Gespür für Schmuck

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Arnold Schwarzeneggers Ringe (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Arnold Schwarzeneggers Ringe
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eine amerikanische Zeitung leitet Arnold Schwarzeneggers politische Haltung von den Ringen ab, die er trägt, und Kollegen aus Hollywood machen Front gegen den Schauspieler.

Neben klirrenden Cowboy-Stiefeln, dicken Uhren und teueren Zigarren fällt an dem Hollywood-Star und Kandidaten für das Amt des kalifornischen Gouverneurs, Arnold Schwarzenegger, ein weiteres Accessoir auf: seine Ringe. Und die seien Ausdruck seines Willens zur Macht, meint Robin Givhan in der «Washington Post».

Der Hollywoodsche Stereotyp werde gerade in ein politisches Klischee umgearbeitet, heißt es weiter. Und dessen Persönlichkeit finde man im Schmuck, den er trägt.

Drei Ringe zieren die Finger des «Terminator»-Darstellers regelmäßig: ein dicker Saphir, den er anstelle eines Eherings trage, außerdem ein auffällig großer Lapislazuli, den er vor vielen Jahren von einem Indianer bekommen haben soll, und schließlich ein Totenkopf-Ring, bei dem es sich nach Angaben seiner Sprecherin, Jill Eisenstadt, um eine Sonderanfertigung handle - und ein Geschenk von einem Freund. Und der sei, so suggeriert die Zeitung, George H.W. Bush, der Vater des derzeitigen US-Präsidenten.

Schwarzeneggers Vorliebe für Fingerschmuck sei «unorthodox» für Politiker, die doch hauptsächlich ihre Zeit damit verbrächten, einen guten Eindruck zu machen und nicht anzuecken. Das Image des Schauspielers laufe dem diametral entgegen. Schwarzenegger komme eher wie eine Mischung aus Filmfiguren wie dem Mafia-Boss Tony Soprano und dem Börsen-Hai Gordon Gekko daher. Sein Auftreten verkünde: «Ich bin reicher als du, ich bin stärker, glücklicher, rüstiger und mutiger.» Den Punkt unter dem Ausrufungszeichen dahinter lieferten eben die Ringe.

Schauspieler gegen Schwarzenegger
Neben stilistischen Überlegungen hat Schwarzeneggers politische Ambition auch für Streit in Hollywoods Schauspieler-Vereinigung «Creative Artists Agency» (CAA) gesorgt. In einem Artikel der «Los Angeles Times» stand zu lesen, dass der eher demokratisch ausgerichtete Verband Schwarzeneggers Kampagne unterstützen wolle. Daraufhin meldeten sich Schauspieler wie Tom Hanks und Woody Harrelson zu Wort. Hanks sei «absolut» gegen den Actionstar als Gouverneur, meldet die «New York Post». Seine Kollegin Cybill Shepherd sagte in der Sendung «Access Hollywood», es würde die schlimmste Tragödie in der Geschichte Kaliforniens, wenn Schwarzenegger Gouverneur werden sollte.

Die CAA hat sich mittlerweile von dem «Los Angeles Times»-Artikel distanziert. Man sei missverstanden worden. (nz)