netzeitung.deJudith Holofernes warnt vor «Sex and the City»

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Judith Holofernes (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Judith Holofernes
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Sängerin der erfolgreichen deutschen Band Wir sind Helden, Judith Holofernes, verurteilt den Schönheitswahn und warnt vor «echten Wunden».

Wenn sie sich selbst «dick und doof und hässlich» fühle, sage sie sich: «Und wenn schon, mit jedem Kilo mehr würde ich ein paar kleine Mädchen sehr glücklich machen». Das konstatiert die Sängerin von Wir sind Helden, Judith Holofernes, im Interview mit «Brigitte» - und hält damit gegen den Schönheitswahn.

Man dürfe nicht unterschätzen, wie viele unterschwellige Botschaften in Serien wie «Sex and the City» steckten, sagt sie. «Wie sollen Beziehungen aussehen? Wie viele Sexualpartner braucht man? Wie witzig muss man sein? Klar ist das alles ironisch. Aber Ironie lenkt zu oft davon ab, dass echte Wunden entstehen, obwohl man lacht», meint die Sängerin. Je weniger man sich sich so etwas ansehe, desto glücklicher sei man.
Glücklicher ohne
Holofernes gesteht, sie könne zu vielen Dingen «Nein» sagen, auch zum Konsum: «Wir kaufen ein, wie wir uns überfressen - den größten Teil braucht unser Körper nicht, und hinterher fühlen wir uns schlecht». Für Drogen, Alkohol und Zigaretten interessiere sie sich nicht.

«Das Problem ist bloß, dass ich damit auch auf Partys meistens nüchtern bin. Und schlecht darüber hinwegsehen kann, dass die meisten Partys keinen Spaß machen - zu laut zum Reden, zu leise zum Tanzen, zu voll, um entspannt zu sein, zu langweilig zum Verlieben». (nz)