Eklat um Küblböck bei Comet-Gala
16. Aug 2003 14:36
 | Ziemlich indisponiert: Küblböck auf der Comet-Gala | Foto: ddp |
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Der Auftritt des schrägen Daniels bei der Verleihung des Comet-Preises geriet zur Rutschpartie - nicht die einzige Panne dieser Show. Auch Tatu und Alexander bekleckerten sich nicht mit Ruhm.
Bei der Comet-Verleihung am Freitagabend in der Kölnarena hat «Superstar» Daniel Küblböck einen echten Skandal ausgelöst. Bereits im ersten Teil der Show für den Musikpreis des TV-Senders «Viva» hatte sich Laudator und Fernsehmoderator Oliver Pocher als Daniel verkleidet und diesen parodiert.
Als Küblböck dann auf der Bühne stand, gab es neben Applaus so viele Pfiffe und Buhrufe, dass er das Playback-Band mit seinem Gesang einfach laufen ließ, ohne aktiv zu werden. Das Band wurde gestoppt.
Pfiffe und Buhrufe für die «Superstars»
Dann sang Küblböck ohne Begleitung seine Verballhornung des Nena-Klassikers «99 Luftballons» unter dem Titel «99 Tage Superstar» - um zu erklären, dass er «weiter kämpfen» werde. Erst dann wurde das Playback wieder angeworfen und Küblböck startete seine Performance.Das Publikum reagierte wütend auf Küblböcks unfreiwillig komische Einlage. Der musste sichtlich um Fassung ringen. Zuvor war bereits sein «Superstar»-Kollege Alexander als Preisträger in der Kategorie «Newcomer national» gnadenlos ausgebuht worden.
Tatu-Tänzerinnen legen nur Schuluniformen ab
Dagegen räumte Herbert Grönemeyer kräftig ab. Der Musiker wurde nicht nur als einziger zwei Mal ausgezeichnet - als bester deutscher Künstler und bester Live-Act - sondern er erhielt auch noch massenhaft Applaus. Nicht zuletzt für seine Warnung an die Medien, sein Privatleben in Ruhe zu lassen.Enttäuschend auch der Auftritt von Tatu, die einen Preis als beste internationale Newcomer erhielten. Bandmitglied Lena musste nämlich alleine singen, weil ihre (Gesangs-)Partnerin gerade operiert wurde, wie sie sagte. Dazu rissen sich Tänzerinnen auf der Bühne Schuluniformen vom Leib – waren darunter allerdings noch immer züchtig gekleidet.
Überzeugend waren die Auftritte der HipHop-Acts wie Massive Töne, Beginner und Outlandish, die ihre Raps trotz Playbacks etwas variierten und so auch etwas auf das Publikum eingehen konnten. Bejubelt wurden die Gastspiele von Xavier Naidoo und Blue.
Campino wünscht guten Abend im Parkhaus
Einen frechen Gag leistete sich Campino, Sänger der Punkrockband Die Toten Hosen und bekennender Düsseldorfer. Als Laudator bei der Comet-Verleihung musste er nach Köln zum rheinischen Erzrivalen fahren.Zu seinem Verdruss fand die Feier dann auch noch in der Kölnarena statt, wo sonst die Kölner Haie - großer Konkurrent der Düsseldorfer DEG Metro Stars - ihre Eishockeyspiele austragen. So begrüßte der Sänger das Publikum mit den Worten «Guten Abend, Bochum. Es ist immer wieder schön, mit Euch eine Party in diesem Parkhaus zu feiern.»
Für das Web ediert von Oliver Heilwagen