06.02.2003
Herausgeber: netzeitung.de
Lana Clarkson
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Schauspielerin Lana Clarkson kannte Phil Spector erst ein paar Stunden, als sie in seinem Haus getötet wurde. Ihre Leiche wurde auf dem Marmor-Boden im Eingang gefunden.
Die Frau, deren Leiche am vergangenen Montag im Haus des Musikproduzenten Phil Spector in Los Angeles gefunden wurde, war Lana Clarkson. Eine Schauspielerin.
Der bekannteste Film, in dem Clarkson zu sehen war, ist Brian De Palmas «Scarface» mit Al Pacino. Ihre Rolle beschränkte sich jedoch darauf, eine «Frau im Club» zu spielen. Ebenso erging es ihr im zweiten Teil des Erotik-Klassikers «9 1/2 Wochen». In «9 1/2 Wochen in Paris» spielte sie die «Frau auf der Modenschau».
Vor allem in den USA war ihr Gesicht aber aus Fernsehen und Werbung bekannt. Sie spielte in Serien wie «Knight Rider» oder dem «A-Team» mit und warb für Bier und eine Supermarkt-Kette.
Hostess in einem VIP-ClubZuletzt arbeitete die hochgewachsene 42-Jährige in einem Club namens «House of Blues». Der Nachtclub liegt im Westen Hollywoods, und Clarkson hatte dort erst kürzlich als Hostess im VIP-Bereich angefangen. Spector war hier regelmäßig zu Gast.
Am vergangenen Montagmorgen gegen 2 Uhr 15 wurde Clarkson zum letzten Mal lebend gesehen, als sie mit Spector den Club verließ. Sie stieg mit dem bekannten Exzentriker in den Fond eines schwarzen Mercedes', der sie wahrscheinlich direkt zu seinem Anwesen brachte.
Spector gegen Kaution freiAls nächstes wurde ihre Leiche auf dem Marmorfussboden des Foyers in Phil Spectors Haus gefunden. Was in der Zwischenzeit geschah, ist nicht bekannt. Die Schauspielerin war mit einem einzigen Schuss getötet worden, berichten Agenturen. Der Musikproduzent, der seine größten Erfolge mit den Beatles feierte, ist der Hauptverdächtige. Er ist nach Zahlung einer Kaution von einer Million US-Dollar auf freiem Fuss.
Sein Anwalt Robert Shapiro, der auch schon den Football-Star O.J. Simpson vertreten hat, wollte sich laut dem Onlinedienst «E!online» nicht zu dem Fall äußern. (nz)