netzeitung.deElfriede Jelinek erhält Heinrich-Heine-Preis

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Elfriede Jelinek. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Elfriede Jelinek.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In ihren Werken geht es um Gewalt, Sexualität und Macht. Radikal sind sie immer. Dafür erhält Elfriede Jelinek am heutigen Freitag den diesjährigen Heinrich-Heine-Preis.

Sie ist eine der umstrittensten und radikalsten Schriftstellerinnen der Gegenwart: Elfriede Jelinek ist die diesjährige Preisträgerin des Heinrich-Heine-Preises der Stadt Düsseldorf. Die 56-jährige Künstlerin wird den Preis am heutigen Freitag von Oberbürgermeister Joachim Erwin entgegennehmen. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert.
Gegen den Missbrauch der Sprache
Sie wird ausgezeichnet, weil sie «den Missbrauch der Sprache» kenntlich mache und «ein verlottertes Denken durch unablässige Attacken» bloßstelle, heißt es in der Begründung der Jury.

In ihren Arbeiten analysiert sie Gewalt, Macht und Sexualität. Ihr Werk umfasst sowohl Lyrik, Prosa und Theater als auch Drehbücher und Hörspiele. Aufsehen erregte sie mit Texten wie «Lust» von 1989 oder mit der Satire «Raststätte oder Sie machen's alle» von 1994.

«Problematisches Verhältnis zum Geburtsland»
Der Preis wird jährlich zum Geburtstag Heinrich Heines verliehen. Jelinek habe mit Heine die «exponierte Stellung und das problematische Verhältnis zu ihrem Geburtsland gemeinsam», hieß es in der Begründung der Jury weiter.

Jelinek hatte mehrmals öffentlich gegen den FPÖ-Politiker Jörg Haider Stellung bezogen und sich in ihren Werken kritisch mit ihm auseinandergesetzt. (nz)