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Julia Roberts kämpft vor
US-Kongress für behinderte Kinder

10. Mai 2002 10:00
Es war ein hoch emotionaler Auftritt: Schauspielerin Julia Roberts forderte vor dem US-Kongress mehr Gelder für die Erforschung des Rett-Syndroms.

Die Krankheit ist kaum bekannt, die neu gewonnene Fürsprecherin um so mehr. Unter Tränen hat sich Oscar-Preisträgerin Julia Roberts für Kinder eingesetzt, die dem sogenannten Rett-Syndrom, einer Behinderung leiden.

Roberts auf der offiziellen Website der US-Interessensgemeinschaft für das Rett-Syndrom
Die Schauspielerin rief das US-Parlament dazu auf, mehr Geld als bisher für die Erforschung der Krankheit bereitzustellen. Betroffen sind vor allem Mädchen, Symptome der Erkrankung sind neben dem Verlust der Sprache autistische Verhaltensweisen und Krampfanfälle. Die Patienten können zwar zuhören, aber nicht sprechen, erklärte die Schauspielerin in Washington, «und kämpfen täglich mit Dingen, die für uns selbstverständlich sind».

«Abigail war meine Freundin»

Die Schauspielerin wurde auf die Behinderung aufmerksam, als sie bei Dreharbeiten in New York eine Rett-Patientin kennen lernte. Die kleine Abigail Brodsky starb im Juni vergangenen Jahres im Alter von zehn Jahren. «Abigail war meine Freundin», sagte die Schauspielerin. «Wir haben Zeit miteinander verbracht, ohne zu sprechen. Wir haben mit unseren Augen kommuniziert.»

Roberts bat den zuständigen Ausschuss des Kongresses, statt der bisher vorgesehenen Mittel von 3,5 Millionen Dollar im Haushaltsjahr 2003 insgesamt 15,5 Millionen Dollar zur Erforschung bereitzustellen. Die Krankheit ist nach dem Down-Syndrom die häufigste Ursache schwerer Behinderungen bei Mädchen, weltweit gibt es rund 200.000 Fälle. (nz)


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