Hanns Dieter Hüsch nach Schlaganfall in Klinik
07.11.2001
Herausgeber: netzeitung.de
Nach einem Schlaganfall musste Kabarettist Hanns Dieter Hüsch alle Termine absagen. Die erneute Erkrankung bedeutet wohl das Ende seiner über 50-jährigen Bühnenkarriere.
Bereits seit dem vergangenen Wochenende liegt Kabarettist Hanns Dieter Hüsch wegen eines Schlaganfalls in einer Kölner Klinik. Das Management des 76-Jährigen hat alle Termine abgesagt. «Er kann sich allmählich wieder verständlich machen. Er ist aber schwach und desorientiert,» so sein Manager Jürgen Kessler zur Nachrichtenagentur AFP. Hüsch zeige «glücklicherweise» keine Lähmungserscheinungen, auch Lebensgefahr bestehe nicht.
Ende seiner künstlerischen Karriere? Nach Einschätzung Kesslers bedeutet die erneute Erkrankung Hüschs, der vor dreieinhalb Jahren bereits an Lungenkrebs litt, wohl seinen Abschied von der Bühne. «Wir haben alle geplanten Termine bis Ende nächsten Jahres abgesagt. Das ist das Ende seiner künstlerischen Karriere,» sagte Kessler.
Am Samstag Ehrung fürs Lebenswerk geplantAm Samstag sollte Hüsch, der seit 50 Jahren auf der Bühne steht, in Herne (Westfalen) mit dem «Ehren-Tegtmeier» für sein Lebenswerk geehrt werden.
Der Preis erinnert an den Anfang der 90er Jahre gestorbenen Kabarettisten Jürgen von Manger, der das Ruhrpott-Original Adolf Tegtmeier verkörperte.
Abgesagt werden mussten auch die Proben am Staatsschauspiel in Dresden, wo sich Hanns Dieter Hüsch einen Lebenstraum erfüllen wollte: In Shakespeares «König Lear» darf er die Titelrolle spielen. Premiere sollte im Mai 2002 sein.