netzeitung.deLentz und Erpenbeck in Klagenfurt ausgezeichnet

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Er setzte sich im dreitägigen Klagenfurter Lesemarathon durch: Der Münchner Autor Michael Lentz hat den Ingeborg-Bachmann-Preis 2001 erhalten.

KLAGENFURT. Überzeugt hat Michael Lentz die Jury mit einer Erzählung über den Tod seiner Mutter, die den Autor in die eigene Vergangenheit versetzt. Dafür erhielt der Münchner Autor (Jahrgang 1964) am Sonntag im österreichischen Klagenfurt die mit 42.600 Mark dotierte Auszeichnung und ist somit neuer Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises.
Drei Autorinnen prämiert
Mit dem Preis der Jury in Höhe von 28.400 Mark wurde außerdem die Autorin Jenny Erpenbeck ausgezeichnet. Die 1967 in Ost-Berlin geborene Autorin wurde für ihre Familiengeschichte aus der Nachkriegszeit gelobt. Antje Rávic Strubel bekam den Ernst-Willner-Preis (umgerechnet 17.000 Mark). Sie überzeugte mit einer Dreiecksgeschichte, die das Leben in der früheren DDR schilderte.

Den mit 14.200 Mark dotierten 3sat-Preis erhielt die Schriftstellerin Katrin Askan. Sie wurde in Ost-Berlin geboren und lebt heute in Köln. Askan wurde für ihre Novelle «Landläufig» gelobt. In dem dreitägigen Lesemarathon hatten seit Freitag 16 Autoren, davon 13 aus Deutschland, zwei aus der Schweiz und einer aus Österreich, vor einer siebenköpfigen Jury aus bisher unveröffentlichten Texten gelesen. (ddp)