08. Jan 2009 11:18
Die Ermittlungen gegen Dieter Althaus werden schon bald beendet sein, glaubt dessen Anwalt. Sein schwerer Skiunfall könnte den CDU-Politiker wohl vor allem Geld kosten.
Ist das Ermittlungsverfahren gegen CDU-Politiker Dieter Althaus schon bald beendet? Das glaubt offenbar sein österreichischer Anwalt: «Ich rechne damit, dass die Staatsanwaltschaft in etwa zwei Wochen über einen möglichen Strafprozess entscheidet», sagte Walter Kreissl nun der Nachrichtenagentur dpa.Gegen den thüringischen Ministerpräsidenten wird seit seinem fatalen Skiunfall am Neujahrstag wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Bei dem Zusammenstoß auf einer Skipiste war die 41-jährige Beata C. tödlich verletzt worden. Die Frau wurde am Mittwoch im oststeirischen Riegersburg beigesetzt. An der Trauerfeier nahmen auch Katharina Althaus, die Ehefrau des thüringischen Ministerpräsidenten, sowie dessen Stellvertreterin Birgit Diezel teil.
Althaus selbst liegt noch im Krankenhaus und wird noch in dieser Woche nach Deutschland verlegt, wie der behandelnde Arzt bekannt gab. An den Unfall kann sich der Politiker bisher laut seinen Ärzten nicht erinnern. «Die Ermittlungen bei Skiunfällen dauern normalerweise nicht lange», sagte Anwalt Kreissl. Falls die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren einleiten sollte, würde der Fall an einem österreichischem Bezirksgericht verhandelt werden. Übliche Strafen bei Skiunfällen seien Geldbeträge, die sich nach dem Einkommen des Schuldigen richteten. Unabhängig von dem Strafprozess seien auch Schadensersatzforderungen möglich, etwa von der Familie der Verstorbenen.