08.01.2009
Herausgeber: netzeitung.de
Lisa Marie Presley
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Tod von Jett Travolta und der Tatsache, dass seine Eltern Scientologen sind? Nun hat sich auch Promi-Scientologin Lisa Marie Presley in die Medien-Debatte eingeschaltet.
In die Diskussionen zum Tod von John Travoltas 16-jährigem Sohn Jett hat sich nun auch Travoltas Scientology-Kollegin Lisa Marie Presley zu Wort gemeldet. Zuvor hatte es in den Medien Spekulationen über die Auswirkung der Regeln der Glaubensgemeinschaft auf den Gesundheitszustand des Jungen gegeben. Auf ihrer Myspace-Seite veröffentlichte Presley am Mittwoch einen Blog-Eintrag mit dem Titel «Now Is Not The Time». Darin nennt die Tochter der verstorbenen Rock'n'Roll-Legende Elvis Presley die Kritik an Scientology «verrückt». Die öffentliche Debatte um den Tod des Schauspielersohnes werde nur vorgeschoben, um die Glaubensgemeinschaft in Verruf zu bringen.
«Bitte lasst diese Familie in Frieden trauern»In dem Eintrag heißt es: «Die Menschen und die Medien waren größtenteil sehr nett und respektvoll, aber da gibt es auch diese gewissen Leute, die diese schreckliche Tragödie als Möglichkeit nutzen wollen, Scientology zu beschuldigen und zu attackieren.» Weiter schreibt die 40-Jährige: «Leute, so beliebt es auch war, Scientology und Scientologen zu diskriminieren und sich über sie lustig zu machen, jetzt ist nicht die richtige Zeit dafür.» Auf die Behauptung, dass Scientologen nicht an medizinische Versorgung glauben, reagiert sie erbost. «Wenn jemand krank ist, dann geht er wie jeder andere auch zum Arzt. Wenn Medikamente helfen, dann nimmt er sie», schreibt Presley. Den Blog-Eintrag habe sie verfasst, um ihre «Freunde» (Travolta und Preston) «zu schützen». Weiterhin appelliert die Sängerin an die Öffentlichkeit, die Familie «in Frieden trauern» zu lassen.
Forensiker hat «unbeantwortete Fragen»Am vergangenen Freitag war der 16 Jahre alte Jett bewusstlos im Badezimmer von Travoltas Ferienhaus gefunden worden und starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Familie machte gerade Urlaub auf den Bahamas. Wie die Obduktion am Montag ergab, hat offenbar nicht, wie zunächst angenommen, eine Kopfverletzung, sondern ein Krampfanfall zum Tod des Teenagers geführt.
Auf dem Totenschein habe als Todesursache «Anfall» gestanden, sagte Bestatter Glen Campbell. Jett litt nach Angaben der Anwälte der Travoltas seit Jahren unter Krampfanfällen. Ein entgegenwirkendes Medikament sei abgesetzt worden, da es nach langer Einnahme seine Wirkung verloren habe.
Laut Forensik-Experte Lawrence Kobilinsky gebe es noch einige «unbeantwortete Fragen» zu Jetts Tod, etwa die «kritische» Bestimmung der genauen Todeszeit. «Wurde der Junge sofort gefunden oder musste er bis zu elf Stunden leiden?», fragt Kobilinsky.
Familie Travolta ist inzwischen mit der Urne, in der sich Jetts Asche befindet, in ihre Heim Florida zurückgekehrt. Die Beisetzung ist für den heutigen Donnerstag geplant. (nz)