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Erste Aussage nach Skiunfall in Österreich: 

Zeuge «sah Althaus durch die Luft fliegen»

06. Jan 2009 09:38
Der Ort des tödlichen Zusammenpralls mit Gedenkkreuz
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Die Polizei will CDU-Politiker Dieter Althaus so schnell wie möglich vernehmen. Der neu gefundene Zeuge hat seine Aussage bereits gemacht, während das 41-jährige Opfer der fatalen Kollision schon bald beigesetzt wird.

Der Sarg ist bereits aufgebahrt, am morgigen Mittwoch soll Beata C., die nach einem Skiunfall starb, in der Heimat ihres Mannes in der Steiermark beigesetzt werden. Die 41-jährige Mutter eines Sohnes war am Neujahrstag auf einer Piste der Riesneralm mit Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zusammen geprallt. Sie überlebte die Kollision nicht, er liegt noch immer mit schweren Kopfverletzungen in einer Klinik.

An den Unfall, so erklärten am Montag seine Ärzte, hat er keine Erinnerung. Althaus konnte daher auch noch nicht vernommen werden, sagte Klinikleiter Reinhard Lenzhofer. Gegen den CDU-Politiker wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Bei der Staatsanwaltschaft Leoben meldete sich unterdessen ein Zeuge, der den Zusammenstoß beobachtet haben will.

Keine Lust auf Spekulationen

Eine endgültige Auflösung des Falles wird wohl auch von ihm nicht kommen: Der junge Mann habe nur gesehen, wie die beiden nach dem Aufprall weggeschleudert wurden. Zum genauen Ablauf des Unfalls könne er keine Angaben machen, sagte Staatsanwalt Walter Plöbst. Auch die «Bild»-Zeitung will mit Plöbst gesprochen haben und zitiert ihn mit der Aussage: «Den Angaben des jungen Skifahrers zufolge wurden beide Unfallbeteiligten mehrere Meter weiter durch die Luft geschleudert. Beide waren nicht in der Hocke gefahren.»

Die Gutachten zur Schuldfrage sollen in vier Wochen vorliegen. Die Obduktion der 41-jährigen Beata C. ergab, dass sie an einer massiven Schädelverletzung starb. In der Gerichtsmedizin werden unterdessen die Blutproben der Unfallbeteiligten sowie deren Kleidung und Ausrüstung untersucht.

Medien-Spekulationen über den merkwürdigen Fahrweg von Althaus, der angesichts des Unfallortes am äußersten linken Rand seiner Piste unterwegs gewesen sein muss, wollte der Staatsanwalt nicht kommentieren. Die mögliche Erklärung, dass Althaus falsch abgebogen sei, wollte Plöbst ebenfalls nicht bestätigen. «Wir wissen nicht, wie die Fahrlinie war», sagte er der Nachrichtenagentur dpa. (nz/dpa/AP)
 
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