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Vernehmung des Politikers noch nicht möglich: 

Spekulationen um «Geisterfahrer» Althaus

05. Jan 2009 11:53, ergänzt 13:13
Zeugen gesucht: Um den schweren Ski-Unfall aufzuklären, wurden in der Steiermark Aufrufe ausgehängt.
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Die Mediziner, die Thüringens Ministerpräsident behandeln, stellen ihm die volle Genesung in Aussicht. Derzeit könne sich Dieter Althaus aber nicht an den folgenschweren Unfall erinnern - dafür tauchte offenbar ein Zeuge auf.

Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus hat keine Erinnerung an seinen schweren Skiunfall in Österreich, bei dem eine 41-jährige Slowakin ums Leben kam. Das sagten seine Ärzte in der Unfallklinik Schwarzach im österreichischen Pongau am Montag.

Der CDU-Politiker, der nach dem Unfall am Neujahrstag wegen einer schweren Kopfverletzung bis Samstag im künstlichen Tiefschlaf lag, sei weiter auf dem Weg der Besserung, sagte Reinhard Lenzhofer, der ärztliche Leiter des Spitals.«Wie sind positiv gestimmt, dass die Verletzung ohne medizinische Folgewirkung bleiben wird,» erklärte er.

Vernehmung noch nicht möglich

Derzeit habe Althaus jedoch noch nicht die volle räumliche und zeitliche Orientierung wiedererlangt und könne daher von der Staatsanwaltschaft noch nicht vernommen werden. Unterdessen wurde bekannt, dass es offenbar doch einen Zeugen der tödlichen Kollision gab. Der Mann habe den Unfallhergang und den Zusammenstoß des Politikers mit der 41-Jährigen, berichtete die Nachrichtenagentur APA und beruft sich auf die Polizei. Der Zeuge meldete sich demnach bereits am Samstag bei der Polizei in Liezen.

Alkoholtest vonnöten

Auch die Staatsanwaltschaft Leoben, die gegen Dieter Althaus ermittelt, hat sich am Montag zu dem Fall geäußert. Demnach werden die Blutproben beider Unfallbeteiligten chemisch-toxikologisch untersucht, ebenso deren Bekleidung und die Ausrüstungsgegenstände. Zu Spekulationen in Medien, wonach Althaus als eine Art «Geisterfahrer» in die Piste eingefahren sein soll, auf der ihm die 41-jährige Slowakin entgegenkam, wollte die Staatsanwaltschaft nicht Stellung nehmen.

Die abschließenden Gutachten des technischen Sachverständigen zum Unfallhergang könnten in vier Wochen vorliegen, erklärte der Staatsanwalt. Dies gelte auch für das abschließende Gutachten der Gerichtsmedizin. Zu den Untersuchungen gehören auch Alkoholtests.

Althaus war am Neujahrstag auf der Riesneralm in der Steiermark mit der slowakischen Skifahrerin zusammengestossen. Nach wie vor weiß er noch nichts vom Tod der Frau. «Es ist möglich, dass die Erinnerung an den Unfall wieder kommen wird,» sagte der Anästhesist Hubert Artmann, einer der behandelnden Ärzte. Althaus werde möglicherweise bereits Ende diese Woche nach Deutschland überstellt, so die Mediziner in dem Pressegespräch weiter.(nz/AP/dpa)

 
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