«Big Brother» bricht bei den Zuschauern ein: 

netzeitung.deDas öde Warten auf die nächste Nackte

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Einer der wenigen Höhepunkte von Big Brother 9: Cathy zeigt ihre Tattoos (Foto: Endemol<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Einer der wenigen Höhepunkte von Big Brother 9: Cathy zeigt ihre Tattoos
Foto: Endemol
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

War da was? Ja genau, die neunte Staffel der Realityshow von «Big Brother» läuft derzeit im TV - und das so schlecht, dass der Sender RTL2 ein Problem hat.

Ist es der Überdruss am immer Gleichen? Sind es die tristen Häftlingskleider im neu formierten «Höllen»-Bereich? Die immer gleichen Aufreger wie Duschszenen oder die Suche nach dem ersten Pärchen, dem ersten Sex vor laufender Kamera? So genau weiß das im Moment wohl niemand, und genau deshalb steht der Sender RTL2 vor einem Problem. Seit zehn Tagen ist die neue Staffel der Realityshow «Big Brother» auf Sendung, doch kaum einer sieht bei dem einstigen Aufregerformat noch hin.
Flaute statt 'Himmel und Hölle'
Am Dienstagabend etwa landeten die Einschaltquoten auf einem neuen Tiefpunkt: Nur 660.000 Zuschauer schalteten die tägliche Entscheidungsshow um 19 Uhr ein - das ergibt einen mageren Marktanteil von 2,6 Prozent. Viel zu wenig für die Sendung, die noch über 200 Tage laufen soll und bisher doch zu den Erfolgsshows von RTL2 gehörte. Mediendienste wie DWDL.de machen für den schlechten Start unter anderem die mangelnde Werbung im Vorfeld der neuesten Ausgabe verantwortlich, ebenso das zu wenig spannungsreiche Konzept «Himmel und Hölle».
Traumpaar?
Die Produktionsfirma Endemol reagiert auf ihre Art und Weise und bewirbt am Donnerstag eifrig das sich angeblich formierte erste Paar der Show als «Traumpaar in Sicht». Kein Wunder: Die oft erfinderischen Wege, mit denen die Kandidaten der acht vorherigen Staffeln zum (offen oder verdeckt vollzogenen) Geschlechtsverkehr kamen, interessierten die Zuschauer natürlich stets am meisten. Doch noch herrscht auch hier Flaute bei «Big Brother 9»:

Die mitgeschickten Pressebilder von Cathy und Beni zeigen beide nämlich noch in arg distanzierter Pose. Ohnehin scheint die 21-jährige Hamburgerin die bisher einzige Kandidatin mit einigem Profil und der für «Big Brother» nötigen Zeigefreude zu sein: Ihre Tattoos und ihren wohlgeformten Körper zeigt das «ehrgeizige Ghettogirl» (was auch immer das für ein Beruf ist) nur allzu gerne vor.

Für das Web ediert von Kerstin Rottmann