Neues Hörbuch von Multitalent Kerkeling: 

netzeitung.deHorst Schlämmer heißt jetzt Scharper

 Herausgeber: netzeitung.de

Hape Kerkeling (Foto: Roof Music<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hape Kerkeling
Foto: Roof Music
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Kreativpause - welche Kreativpause? Hape Kerkeling ist trotz selbst erklärter TV-Abstinenz aktiv. Wer hören will, was wohl bald auch im Fernsehen zu sehen ist, sollte sich «Amore und so'n Quatsch» zu Gemüte führen.

Was «Ein Mann, ein Fjord!» schafft, ist bestimmt auch für «Amore und so'n Quatsch» kein Problem. So heißt nämlich das neueste Hörbuch von Entertainer Hape Kerkeling. Laut Eigenwerbung erneut ein «Spielfilm für die Ohren», in dem Kerkeling selbst alle Rollen übernommen hat. Und das sind nicht wenige: Genau 16 Personen, aufgelistet schön ordentlich in der Reihenfolge ihres Auftritts, listet das Booklet der Doppel-CD auf. Ebenfalls zu finden ist dort ein kleiner Sprachführer, denn Kerkeling wandert mit beachtlichem Geschick durch die Dialekt- und Sprach-Landschaft. Zu hören sind laut dem Autor unter anderem Fränkisch, deutsches Italienisch, italienisches Italienisch, Berlinerisch und, nun ja, Schwul.

Heldin von «Amore und so'n Quatsch» ist übrigens Krankenschwester Marion Pfütze, die in der Fränkischen Schweiz ein unauffälliges, und daher auch reichlich langweiliges Leben führt. Erst der überraschende Tod ihres Vaters spornt sie an, noch einmal ihr Glück zu suchen. Und zwar in Berlin. Ob sie dort auch ihre große Liebe findet, wird hier natürlich nicht verraten. Wer Kerkelings bisweilen schrägen Humor, seine Sprachspielereien und den Sinn für Absurde im Alltäglichen mag, der wird die knapp zwei Stunden Hör-spielfilm wohl erneut lieben. Alle könnten schon an der bisweilen etwas verschwurbelten Handlung scheitern.
Hoffen auf's Fernsehen
Ähnlich wie «Ein Mann, ein Fjord!», das vom ZDF verfilmt wurde und am 21. Januar seine TV-Premiere feiert, stammt auch diese Geschichte von Hans-Peter Kerkeling selbst und seinem Lebensgefährten Angelo Colagrossi, neu dabei ist diesmal ZDF-Redakteurin Elke Müller als Autorin. Anders als das besagte «etwas andere» Road-Movie mit Ratefan Norbert Krabbe (und, soviel sei verraten, einem Gastauftritt von Kerkelings erfolgreichem Alter Ego Horst Schlämmer) sei «Amore und so'n Quatsch« aber eigentlich von Beginn an nur als Hörbuch konzipiert worden. Aber, so schreibt Kerkeling selbst, »wir schielen natürlich auf eine Verfilmung, wenn ich ganz ehrlich bin«. Die noch im Juli 2007 angekündigte, längere Kreativpause des «Ich bin dann mal weg»-Bestseller-Autors löst sich also zunehmend in Luft auf.

Aber eines immerhin hat Kerkeling schon mal geschafft - kein Horst Schlämmer in «Amore und so'n Quatsch», zu sehen, nirgends. Statt seiner darf ein Berliner Immobilienmakler namens Wolfgang Scharper seinen (wie er selbst glaubt) unwiderstehlichen Charme an Marion Pfütze verschwenden. Kerkeling selber legt die Latte für den Auftritt seiner neuen Figur ziemlich hoch: «Scharper ist jetzt kein Ersatz (für Schlämmer, d. Red.), nein, Scharper ist besser. (nz)


Kleine Hörprobe aus «Amore» bei YouTube