Reich-Ranicki als «Thommys» Telefonjoker:
Gottschalk gewinnt bei Jauch die Million
21.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Als besonders hilfreich erwies sich für Gottschalk seiner neuer Duzfreund Marcel Reich-Ranicki, den er bei der Eine-Million-Euro-Frage als seinen letzten «Joker», den Telefonjoker, nutzte. Die Frage lautete: «Wie hieß Franz Kafkas letzte Lebensgefährtin, die er 1923, ein Jahr vor seinem Tod, kennenlernte?» A: Dora Diamant, B: Sarah Saphir, C: Rita Rubin, D: Olga Opal.
Kein Problem natürlich für den ehemaligen «Literaturpapst», der innerhalb weniger Sekunden die richtige Antwort gab: Dora Diamant. «Marcel, ich liebe Dich», schoss es aus Gottschalk heraus. Das «Du» hatte der 88-Jährige noch während der Übertragung des Deutschen Fernsehpreises angeboten, als Gottschalk die Laudatio auf Reich-Ranicki hielt, dieser aber den Preis für sein Lebenswerk ablehnte. «Ich habe es Thomas Gottschalk zugetraut», sagte Jauch später. «Aber vor allem bei der Millionenfrage hätte ich mich nie getraut, das zu beantworten. Ein Riesenglück, dass er Reich-Ranicki als Telefonjoker hatte.»
«Eigentlich habe ich Marcel Reich-Ranicki im Zuge der Ereignisse der letzten Woche zum Spaß ausgewählt», gestand Gottschalk. «Und das war nun die passende Frage. Wenn ich ihn mit den Teletubbies belästigt hätte, hätte er wahrscheinlich gesagt: Was wollen sie von mir? Aber mit der Literaturfrage haben wir genau auf den Punkt getroffen.» Inka Bause und Franziska van Almsick kamen jeweils auf 125.000 Euro und die Jacob Sisters auf 64.000.(nz/dpa)

