Prinz Charles feiert seinen 60. Geburtstag:
William und Harry witzeln, Rod Stewart singt
14.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Laut Teilnehmern des Empfangs am Donnerstagabend war Charles wirklich bewegt, und William und Harry müssen witzig gewesen sein - möglicherweise hatten sie sich etwas von einer Comedy-Show mit Schauspieler Robin Williams und dem «Mr-Bean»-Darsteller Rowan Atkinson abgeschaut, die Charles und seine Frau Camilla (61) rund 24 Stunden zuvor besucht hatten. Comedy war indes beim Empfang der Queen nicht angesagt. Sehr gediegen ging es hinter den erleuchteten Fenstern des Palastes zu.
Dem Champagnerempfang mit Häppchen folgte im großen Ballsaal ein eineinhalbstündiges Konzert des Londoner Philharmonie-Orchesters, das mit der Nationalhymne eingeleitet wurde. Anschließend zogen sich die Gäste zurück, damit die königliche Familie den Abend mit einem festlichen Dinner bei Kerzenschein ausklingen lassen konnte.
Seinen eigentlichen Geburtstag am Freitag verbrachte der älteste Thronfolger in der Geschichte des englischen Königshauses wie so viele Tage in den vergangenen Jahrzehnten. Er kümmerte sich um wohltätige Zwecke, besuchte mit Camilla, der Herzogin von Cornwall, ein Projekt seiner Stiftung zur Unterstützung benachteiligter Jugendlicher.
Die Pflichterfüllung an seinem Geburtstag und an ungezählten anderen Tagen, an denen er für gut gemeinte Anliegen unermüdlichen im Einsatz war, hat ihm nicht immer Spaß gemacht. Er helfe mit seiner karitativen Arbeit auch, weil er sich dazu verpflichtet fühle, gab der Prinz in einer TV-Dokumentation zu.
Wie anders muss er sich noch zu seinem 50. Geburtstag gefühlt haben: Seine Ex-Frau Diana war gerade mal ein Jahr tot, die Rolle von Camilla ungeklärt. Nun wirkt Charles gefestigt, mit Ehefrau Camilla und zwei Söhnen, die Dank ihrer militärischen Einsätze und ihres karitativen Engagements größtenteils positive Schlagzeile machen. Und ein schönes Geburtstagsgeschenk kam auch von seinen künftigen Untertanen: Laut einer Umfrage halten die meisten Briten Charles nicht für zu alt, um noch König zu werden. (Thomas Pfaffe, dpa)

