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Prinz Charles feiert seinen 60. Geburtstag: 

William und Harry witzeln, Rod Stewart singt

14. Nov 2008 13:51
In lockerer Haltung zeigt sich Charles auf dem offiziellen Geburtstagsfoto
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Abwechslungsreiches Programm zum Wiegenfest des ewigen Thronfolgers: Auf «Mr. Bean» folgt das London Philharmonic Orchestra, auf einen Champagnerempfang wohltätige Aktionen. Der Jubilar wirkt zufrieden.

Einen kleinen Seitenhieb auf Prinz Charles konnten sich seine Söhne William und Harry beim Empfang zum 60. Geburtstag des britischen Thronfolgers dann doch nicht verkneifen. Auf Charles' Landsitz Highgrove hätten sie heimlich einen Lift eingebaut, damit ihr Vater nicht mehr die Treppen steigen müsse, witzelten die beiden Prinzen am Vorabend des Geburtstags bei einer Ansprache im Buckingham Palast.

Charles nahm seinen Söhnen den Seitenhieb auf sein Alter nicht krumm, denn als Prinz William (26) und Prinz Harry (24) zum ernsten Teil ihrer Rede kamen, würdigten sie erst die Energie des Jubilars und bezeichneten ihren Vater dann als «Inspiration für uns und für so viele andere Menschen».

Laut Teilnehmern des Empfangs am Donnerstagabend war Charles wirklich bewegt, und William und Harry müssen witzig gewesen sein - möglicherweise hatten sie sich etwas von einer Comedy-Show mit Schauspieler Robin Williams und dem «Mr-Bean»-Darsteller Rowan Atkinson abgeschaut, die Charles und seine Frau Camilla (61) rund 24 Stunden zuvor besucht hatten. Comedy war indes beim Empfang der Queen nicht angesagt. Sehr gediegen ging es hinter den erleuchteten Fenstern des Palastes zu.

Queen mit goldener Handtasche

Die Queen trug ein champagnerfarbenes glitzerndes Kleid mit einer goldenen Handtasche, Camilla wählte ein rosafarbenes Abendkleid, Charles, sein Vater Prinz Philip, William und Harry kamen einheitlich im Smoking mit Fliege daher. Schnell mischten sie sich unter die mehr als 400 Gäste aus dem In- und Ausland, schüttelten Hände, begrüßten alte Freunde oder Würdenträger.

Dem Champagnerempfang mit Häppchen folgte im großen Ballsaal ein eineinhalbstündiges Konzert des Londoner Philharmonie-Orchesters, das mit der Nationalhymne eingeleitet wurde. Anschließend zogen sich die Gäste zurück, damit die königliche Familie den Abend mit einem festlichen Dinner bei Kerzenschein ausklingen lassen konnte.

Seinen eigentlichen Geburtstag am Freitag verbrachte der älteste Thronfolger in der Geschichte des englischen Königshauses wie so viele Tage in den vergangenen Jahrzehnten. Er kümmerte sich um wohltätige Zwecke, besuchte mit Camilla, der Herzogin von Cornwall, ein Projekt seiner Stiftung zur Unterstützung benachteiligter Jugendlicher.

Private Nachfeier

Am Samstagabend steigt dann eine private Nachfeier mit Familie und Freunden auf Charles' Landsitz in der westenglischen Grafschaft Gloucestershire - dann werden die Freundinnen der beiden jungen Prinzen, Kate Middleton (26) und Chelsy Davy (23) dabei sein. Rockstar Rod Stewart wird für die Gäste singen.

Die Pflichterfüllung an seinem Geburtstag und an ungezählten anderen Tagen, an denen er für gut gemeinte Anliegen unermüdlichen im Einsatz war, hat ihm nicht immer Spaß gemacht. Er helfe mit seiner karitativen Arbeit auch, weil er sich dazu verpflichtet fühle, gab der Prinz in einer TV-Dokumentation zu.

Gute Umfragewerte

Allerdings scheint Charles zu seinem 60. Geburtstag mit sich und der Welt im Reinen zu sein - das legt das offizielle Foto nahe, das der Palast zum 60. Geburtstag herausgegeben hat. In lockerer Sitzhaltung, einen Arm über die Stuhllehne gelegt, zeigt es einen zufriedenen Charles mit einem entspannten Gesichtsausdruck.

Wie anders muss er sich noch zu seinem 50. Geburtstag gefühlt haben: Seine Ex-Frau Diana war gerade mal ein Jahr tot, die Rolle von Camilla ungeklärt. Nun wirkt Charles gefestigt, mit Ehefrau Camilla und zwei Söhnen, die Dank ihrer militärischen Einsätze und ihres karitativen Engagements größtenteils positive Schlagzeile machen. Und ein schönes Geburtstagsgeschenk kam auch von seinen künftigen Untertanen: Laut einer Umfrage halten die meisten Briten Charles nicht für zu alt, um noch König zu werden. (Thomas Pfaffe, dpa)

 
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