Promis und Absurditäten bei «Wetten dass»:
Der Bär bekam kein Sushi
09.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Auch RTL-Moderator und «Kumpel» Günther Jauch hatte Gottschalk «im Interesse des Bildungsfernsehens» eingeladen. Wohl zu Recht, denn Jauch zog den Moderator mit seinem Bären-Wissen auf.
Ex-Tennisstar Boris Becker und seine ehemalige Verlobte Sandy Meyer-Wölden hatten nach der Blitz-Trennung wenige Tage vor der Show ihre Teilnahme abgesagt. «Sie hätten sich doch auf meiner Couch trennen können», witzelte Gottschalk. «Dafür ist die doch da.» Für Becker hatte er auch gleich eine Neue gefunden: «Es gibt so viele Frauen, die alleine sind in Deutschland. Sarah Connor zum Beispiel. Oder Andrea Ypsilanti.»
Nach gutem Beginn überließ Gottschalk die witzige Unterhaltung im Laufe der Sendung seinen Gästen. So waren es wohl vor allem Rocksängerin Pink mit einem feurigen Auftritt und Kid Rock mit seinem Überraschungs-Sommerhit «All Summer long» sowie Hollywoodstar Uma Thurman, die Gottschalk eine Einschaltquote von 9,68 Millionen Zuschauern einbrachten (Marktanteil: 33,1 Prozent).
Jauch sorgte mit seinem Wetteinsatz für Lacher. Er hatte nicht geglaubt, dass sich zwei Kandidaten mit einem Bürolocher von Schreibtisch zu Schreibtisch Radiergummis in den Mund schießen können. So musste er in langen Kniestrümpfen bei der rhythmischen Sportgymnastik mit dem Band hantieren - und machte eine überraschend gute Figur.
Comedian Anke Engelke bestätigte auf der Couch ihre deutlich sichtbare dritte Schwangerschaft zum ersten Mal öffentlich. Und Gottschalk diskutierte mit ihr und Thurman über Babynamen. Mit Bühnenflirts hielt sich der Moderator an diesem Abend zurück. Doch als er Engelke dann doch einmal anfasste, konterte sie gleich grinsend: «Er hat mich berührt. Vielleicht werde ich jetzt wieder schwanger.»
Für Begeisterung auf der Couch sorgte auch der amerikanische Lehrer Michael Lloyd, der sich in einer Minute 45 Mal mit dem Fuß an die Stirn trat. Für die Wettkandidaten war Berlin ein gutes Pflaster: nach jeder Wette tanzten die Buchstaben auf der großen Anzeigetafel und zeigten einen Sieg an.
Im Gegensatz zu vielen früheren Sendungen machte Gottschalk in Berlin zwar spät, aber nahezu pünktlich Schluss. Ein wenig konnte man ihm die Erleichterung über das verpasste Bären-Dinner ansehen. (Theresa Münch, dpa)

