Neue Folgen von «Bauer sucht Frau»:
Scharfe Schnäpse und ein Spanferkel zuviel
28.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Anja, was machst Du da mit Deinem Brot? Bauer Heinrich ist konsterniert
Foto: RTL
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das seltsame Paarungsverhalten der Landbevölkerung oder «Bauer sucht Frau», und das via RTL. Die neue Staffel der erfolgreichen TV-Serie bietet wieder skurrile Szenen, deftige Schwänke und trinkfeste Typen.
Der Boulevard hat seinen Helden schon gefunden, und er heißt Heinrich: Der singende Schäfer aus dem Sauerland ist der wohl markanteste Typ der neuen Staffel von «Bauer sucht Frau». Heinrich, ein echtes Original, lebt mit seiner Mutter Johanna und, so hat RTL freundlicherweise durchgezählt, «260 Schafen, 5 Kühen, 5 Kälbern, 100 Enten, 10 Gänsen und 20 Hühnern» auf seinem Hof. Derzeit bemüht sich Heinrich um die Gunst der 35-jährigen Anja, doch immer wieder stören kleine Missverständnisse die Kommunikation zwischen Bauer und Städterin. Die französischen Namen von Anjas zwei Kindern (Chantal und Cederic) kann sich der bodenständige Landwirt weder merken noch recht verstehen, und dass die 35-Jährige von ihrem Butterbrot die Kruste abschneidet und wegwirft, findet der sparsame Sauerländer nachgerade verwerflich.
Mucki-Schau schon am FrühstückstischImmerhin, mit Fleiß und Leidensfähigkeit (Lämmchen sind beim Flaschenfüttern ganz schön bissig) machte Anja diese Mängel in der Sendung vom gestrigen Montag wieder wett. Ohnehin läuft es derzeit bei der Reality-Soap liebestechnisch relativ rund. So etwa bei Bauer Günni, der seinen nackten, durchtrainierten Oberkörper nur allzu gerne zeigt. Seine Auserwählte Evelyn war zwar etwas irritiert, als der Milchbauer sich ihr so schon am Frühstückstisch präsentierte, wahrte aber die Contenance. In abendlicher Runde durfte sich der Bauer mit dem frechen Ziegenbärtchen dann gar im Beisein seiner Freunde schon eng an die Blondine schmiegen. Mit weit weniger Aufsehen wirbt hingegen der schwergewichtige Getreidebauer Georg um seine propere Caro.
Die Verkäuferin bemühte sich aber auch nach Kräften. Sie suchte dem 31-Jährigen schon mal mütterlich die Klamotten aus dem Schrank, steuerte den Kartoffelsalat zur Familienfeier bei und wurde zur Belohnung Freunden und Verwandschaft prompt als «meine Frau» vorgestellt. Weit weniger Geschick beweist Schweinebauer Torsten mit Lehramtsstudentin Katharina. Erst scheuchte er die schlanke Blondine mit Modelqualitäten mit nüchterndem Magen in den Schweinestall, um ihr dann, wenige Stunden später, eines der von ihr so gehätschelten Jungtiere als Spanferkel vorzusetzen.
Das war zwar nett gemeint, dennoch drehte sich der jungen Frau offenbar der Magen um. Sie aß bei der Party mit Torstens Freunden nur Salat, sprach dafür aber dem Alkohol in Form von scharfen Schnäpsen so ungehemmt zu, dass der 26-jährige Niedersachse ganz baff war. «Du kippst ja einen weg», so der blonde Schweinebauer in einer Mischung aus Lob und Tadel. Ob sich Katharina ihren Aufenthalt auf dem Bauernhof noch schöntrinken kann, erfahren die Zuschauer der dritten Folge von «Bauer sucht Frau» - immerhin über sieben Millionen - dann nächstes Mal. (nz)