Sängerin attackiert Ritchie öffentlich : Madonna und ein echt rücksichtsloser Guy17. Okt 2008 10:46  |  Madonna live in Boston und nicht zum Scherzen aufgelegt. | Foto: AP |
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Nun wird es doch persönlich: Sängerin Madonna griff auf offener Bühne ihren Noch-Ehemann verbal an. Britische Zeitungen wollen nun auch wissen, was die Pop-Diva so verletzt hat - und was der große Streitpunkt der Scheidung ist.
«Tut es mir leid? Nein, es tut mir nicht leid» - so mehr oder minder kryptisch begrüßte Madonna ihre Fans bei ihrem Konzertauftritt in Boston am Mittwochabend. Damit moderierte die Sängerin zwar eigentlich «nur» ihre gleichnamige Single, «I'm Not Sorry« an, meinte aber offenbar auch die Trennung von Ehemann Guy Ritchie. Wenig später wurde die 50-Jährige noch deutlicher.
Die Sache 2005...
Den Song «Miles Away» widmete sie den «emotional Zurückgebliebenen» und fügte hinzu: «Ihr kennt vielleicht ein paar solche Leute», fügte sie hinzu. «Ich jedenfalls weiß Gott.» Später habe die Sängerin mit ihrem Tournee-Personal noch in einem Hotel die anstehende Scheidung gefeiert. Die britische «Sun», die Zeitung, über die Madonnas Sprecherin Liz Rosenberg die anstehende Scheidung des Paares endlich offiziell machte, will nun auch wissen, was die Sängerin so verletzt hat. Am gestrigen Donnerstag schon konnten die erstaunten Leser zahlreiche Klagen von Madonna über ihren Mann lesen. Nun verrät das Blatt, dass der «wahre Grund» für das Ende der Ehe nach immerhin siebeneinhalb Jahren jener Unfall war, den Madonna 2005 erlitt: Damals stürzte sie beim Polo von einem Pferd und brach sich mehrere Knochen. Die Sängerin selbst erlebte den Sturz offenbar als traumatisierend - «sie dachte, dass sie hätte sterben können», zitierte die «Sun» einen Insider - doch Guy Ritchie reagierte offenbar anders und enttäuschte seine Frau schwer.
...und seine Folgen
 |  Guy Ritchie und Madonna | Foto: dpa |
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Statt sie mit Mitleid, Liebe und Sympathie zu überschütten, habe er nur gesagt: «Na komm Schatz, du bist hart im Nehmen. Du sitzt ganz schnell wieder im Sattel». Ein paar gebrochene Knochen seien kein Dama, so die Haltung des 40-Jährigen, eine Einstellung, die seine Frau verletzt und erbost habe. Wann immer das Paar in den Jahren danach gestritten habe, sei die Diskussion irgendwann immer auch auf diesen Sturz gekommen, will die «Sun» weiter wissen, verbunden mit Madonnas Frage, ob Ritchie «sie je wirklich geliebt habe». Wer die Meinung der anderen Seite - sprich, die von Guy Ritchie - erfahren will, der blättere am heutigen Freitag am besten im britischen «Mirror». Dort wird Madonna als gnadenlose Tyrannin gezeichnet, die ihren Haushalt rund um ein spaßfreies Fitness- und Diätprogramm organisiert habe. Statt ihres Ehemannes bevorzuge sie ihren Blackberry als Bettgenossen, heißt es. Ohnehin sei ihr Schlafzimmer abends für Ritchie tabu gewesen, da sie ein umfangreiches Pflegeprogramm mit «Gesichtscremes im Wert von 500 Pfund pro Abend» durchgezogen habe. Die Diva und die Angst vor dem Alter - ein Thema, das in der britischen Boulevardpresse mittlerweile bizarre Züge annimmt. So habe Madonna laut «Mirror» aus Sorge um ihre Haut sogar die Sonne aus den Apartments des Paares verbannt. Schauergeschichten, die Madonnas Ruf als Kontrollfreak festigen dürften. Nicht von ungefähr: Beleidigungen auf offener Bühne, offenbar gelenkte Geschichten in der Boulevardpresse - letztlich deutet sich nun doch ein Scheidungskrieg des Paares an.
Zwei Anwältinnen auf Konfrontation Dabei dürfte es aber nicht ums Geld, sondern eher ums Sorgerecht für die Kinder gehen. Madonna plant offenbar, alle drei Kinder mit nach New York zu nehmen. Für Ritchie, der besonders an seinem leiblichen Sohn Rocco, sechs, hänge, sei das inakzeptabel, will die britische «Mail» wissen. Beide haben nun ihre Anwälte in Stellung gebracht: Madonna wird von Fiona Schackleton, 52, vertreten, die zuletzt für Paul McCartney um Abfindung und Sorgerecht stritt. Ritchie wiederum habe sich für die 57-jährige Lady Helen Ward entschieden, die sich auf's Familienrecht spezialisert habe. (nz)
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