15. Okt 2008 15:35
Vor wenigen Tagen stellte Madonna in New York ihren Film «Filth and Wisdom» vor. Für Aufregung sorgten dabei vor allem ihre High-Heels: Statt auf Absätzen stand die Sängerin auf Mini-Pistolen. Jugendschützer finden das gar nicht lustig.
In Madonnas Wahlheimat Großbritannien, wo Jugendgewalt ein großes Problem ist, äußerten Jugendschützer bereits offen ihre Empörung über das außergewöhnliche Schuhwerk. Etwa Lynn Costello von der Organisation «Mothers Against Murder And Aggression»: «Ich bin entsetzt, dass Madonna diese Schuhe als Mode-Gag sehen kann. Als Mutter hätte sie vielleicht daran denken können, dass in ihrem eigenen Land viele junge Menschen bei Schießereien gestorben sind.» Weiter sagte Costello, dass die ganze Gesellschaft Verantwortungsbewusstsein zeigen müsse und Waffen nicht glorifiziert werden dürften. «Prominente üben enormen Einfluss aus und gerade von einer Ikone wie Madonna sollte man mehr Feingefühl erwarten.»Madonna selbst reagierte auf die Angriffe mit Humor. Ihre Absätze, so die Sängerin, seien schließlich nicht geladen gewesen. Und auch die Presse stärkt ihr den Rücken: Viel Lärm um nichts, schreibt etwa die «Los Angeles Times», und hat sogar schon eine potenzielle Trägerin ausgemacht, der das ungewöhnliche Schuhwerk gefallen könnte: Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, passionierte Jägerin und Waffen-Befürworterin. (nz)