19.09.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Prinzessin Diana
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Weil er intime Fotos von Prinzessin Diana und Dodi Al-Fayed an die Presse verkaufte, wird Paparazzo Jason Fraser von einem Gericht zur Kasse gebeten. Der Promi-Fotograf zeigte alles andere als Einsicht.
Der britische Promi-Fotograf Jason Fraser soll für intime Fotos von Lady Diana und ihrem Liebhaber Dodi Al- Fayed aus dem Jahre 1997 doch noch zur Kasse gebeten werden. Ein Pariser Gericht verurteile Fraser wegen Verletzung der Privatsphäre zu einer Geldstrafe von 3000 Euro. Zudem muss er dem Vater von Dodi, dem Harrods-Besitzer Mohamed Al-Fayed, 5000 Euro zahlen, wie verschiedene Medien am Freitag berichteten. Der Fotograf sieht sich nach eigenen Angaben als Opfer eines persönlichen Rachefeldzugs und kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Fraser hatte das Paar im August 1997 auf einer Yacht in der Bucht von Portofino (Italien) abgelichtet. Dodis Vater war deshalb wegen Verletzung der Intimsphäre seines Sohnes vor Gericht gezogen. Kurz nach Entstehen der Bilder war das Paar auf der Flucht vor Paparazzi bei einem Autounfall in Paris gestorben, als ihr Mercedes in einem Tunnel gegen einen Pfeiler prallte.
Im ersten Prozess vor zwei Jahren hatte das Pariser Strafgericht den Fotografen noch freigesprochen. Bei einer Neuauflage des Prozesses wurde der Freispruch nun gekippt. Der 41-jährige Fraser gehörte zu rund zehn Bildreportern, die die ersten Aufnahmen von Lady Di und Dodi Al-Fayed als Paar machten. Die Aufnahmen, um die es in dem Pariser Prozess ging, waren in britischen Zeitungen veröffentlicht und in französischen Blättern nachgedruckt worden. (dpa/nz)