Tenor ganz pragmatisch: Hits statt Handys!: Paul Potts sieht sich immer noch als Verkäufer11. Sep 2008 10:48  |  Paul Potts | Foto: Sony BMG |
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Studiert hat er Philosophie, geliebäugelt hat er mit dem Beruf des Pfarrers. Kein Wunder, dass Paul Potts seinen neuen Ruhm gelassen sieht.
Tenor Paul Potts wollte als Kind Pfarrer werden - wegen der Musik. «Ich dachte, als Pfarrer könnte ich jeden Sonntag in der Kirche stehen und singen. Eine innere Stimme sagte mir: Geh' nach vorn und singe mit den anderen. Mehr als zehn Jahre habe ich im Kirchenchor gesungen», sagte der 37-Jährige dem «Zeitmagazin». Potts wurde 2007 nach einer gewonnenen Castingshow im britischen Fernsehen bekannt, in Deutschland machte ihn ein Werbespot für die Telekom zusätzlich populär. Sein Album «One Chance» ist seit Wochen auf Platz eins der deutschen Charts.
Potts, der an der Universität Plymouth Philosophie studierte, wurde nach dem Examen arbeitslos: «Anfang der neunziger Jahre schien es unmöglich, irgendeine Stelle zu bekommen, die meinem Abschluss entsprach.» Tagsüber hatte er einen Teilzeitjob im Warenhaus, nachts einen im Supermarkt: «Manchmal schlief ich bei der Arbeit sogar im Stehen ein. Das war am Ende nicht mehr auszuhalten. So wechselte ich in einen Laden für Mobiltelefone. Ich war kein schlechter Verkäufer, ich war immer unter den zehn besten in unserer Gegend.» Bei diesen Jobs habe er nie «die Lust an der Philosophie und am Singen verloren, im Gegenteil ... Man muss seinen Geist in Bewegung halten», sagt der ehemalige Handy-Verkäufer nun. «In vielerlei Hinsicht bin ich immer noch ein Verkäufer. Jetzt verkaufe ich Paul Potts.» (dpa/nz)
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