29.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Stets mit Mütze und Sonnenbrille: Gary Glitter
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Trotz Tarnung mittels Hut und Perücke wird Gary Glitter in seiner Heimat England überall erkannt. Unlängst formierten sich pöbelnde Teenager vor seinem Versteck. Der Ex-Sänger tauchte daraufhin erstmal unter.
Nach der Entlassung aus einem vietnamesischen Gefängnis und der Abschiebung nach England hielt Gary Glitter sich einige Tage auf dem Nahe Hampshire gelegenen Landhaus eines Freundes auf. Die Anwohner des Örtchens bemerkten jedoch schnell, um wen es sich bei ihrem neuen Nachbarn handelt und gingen auf die Barrikaden. Wie die britische Zeitung «The Sun» berichtet, formierten sich mehr als 100 Teenager vor dem Unterschlupf des ehemaligen Sängers und riefen wieder und wieder «Kinderschänder, Kinderschänder». Der 64-Jährige sei daraufhin aus Angst zur örtlichen Polizei geflohen.
Vermummt mit Strohhut und PerückeWie die Behörden mitteilten, hat Glitter Hampshire inzwischen verlassen und befindet sich zurzeit an einem unbekannten Ort. Angeblich ist er in einem Hotel untergetaucht und sucht einen Weg, England zu verlassen. Seit seiner Freilassung versuchte der einstige Popstar stets, sich mit Hilfe von Hüten, Perücke und Sonnenbrillen unkenntlich zu machen. Als er das letzte Mal gesichtet wurde, trug er einen Strohhut und eine rote Perücke. «Es ist abscheulich. Ich kann nicht glauben, dass er nebenan gewohnt hat», zitiert die «Sun» einen Nachbar aus Hampshire.
Ganz untertauchen kann Glitter jedoch nicht. Bei jedem Ortswechsel muss er die Polizei informieren, da er in der Kartei für Sexualstraftäter registriert ist. Wegen Missbrauchs Minderjähriger verbüßte er in Vietnam eine dreijährige Gefängnisstrafe. (nz)