Schmerzhafte Erinnerungen:
Maffay: «Mutter schoss sich in den Kopf»
28. Aug 2008 12:13
 |  Peter Maffay auf der Bühne und als Wachsfigur | Foto: dpa |
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Nach Jahren des Schweigens hat Peter Maffay nun erstmals von seinem großen Trauma berichtet: Seine inzwischen verstorbene Mutter versuchte einst, sich das Leben zu nehmen.
Peter Maffay ist einer der größten deutschen Rockstars, doch privat sah bei ihm nicht immer alles so rosig aus. Erstmals sprach er nun öffentlich über das schlimmste Erlebnis seines Lebens. «Meine Mutter hatte sich 1991 in den Kopf geschossen. Ich habe die Urne mit ihrer Asche vor einem Jahr aus Bayern zu mir nach Mallorca geflogen. Es ist eine Art Wiedergutmachung, sie jetzt für immer zu mir geholt zu haben. Ich will jetzt die Nähe zu ihr aufbauen, die ich zu ihren Lebzeiten nicht hatte», verriet der 58-Jährige der «Bild»-Zeitung im Interview.
Maffays Mutter Augustine Makkay überlebte den Suizidversuch, war danach jedoch auf einem Auge blind und konnte nicht mehr sprechen. Kurze Zeit später starb sie. Makkay wurde nur 63 Jahre alt. Außer der Urne bewahrt der Sänger auch noch den langen schwarzen Zopf seiner Mutter in seiner Finca bei Pollenca (Mallorca) auf.
Beziehung zur Mutter immer schwierig
Trotz des einschneidenden Erlebnisses gibt Maffay zu, dass die Beziehung zu seiner Mutter schwierig gewesen sei. Als sie Rumänien 1963 verließ und nach Deutschland ging, habe sie sich zwischen ihrem Sohn und ihrer kranken Mutter entscheiden müssen. Maffays Großmutter habe sie zurückgelassen, damit er nicht in Armut aufwachsen musste. «Das ist eine Belastung, mit der sie leben musste und die dann irgendwann wie ein Bumerang zurückkam», so der Sänger. Er bereue zutiefst, dass er nie Zeit für Mutter Augustine gehabt habe. «Ich würde ihr gern sagen, dass es mir leid tut, dass ich mich nicht um sie gekümmert habe. Dass ich zu jung war und zu selbstbeschäftigt, um auf ihre Themen einzugehen.»
Maffay bekommt einen Platz im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds in Berlin. Ein 15-köpfiges Expertenteam werkelte 13 Wochen lang an seinem wächsernen Abbild. Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit hat bereits neben Maffay in Wachs posiert. (nz)