Unfreiwillige Ankunft in der Heimat: 

netzeitung.deGary Glitter von Londoner Polizei empfangen

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Durfte nicht in Thailand bleiben: Gary Glitter (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Durfte nicht in Thailand bleiben: Gary Glitter
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Endlich gelandet: Gary Glitter wird nun einem britischen Richter vorgeführt. Weil er unter keinen Umständen zurück wollte, hat der Ex-Glamrocker eine Odyssee durch halb Asien hinter sich.

Drei Tage nach seiner Entlassung aus einem Gefängnis in Vietnam ist der britische Pädophile Gary Glitter in seiner Heimat gelandet. Der 64-Jährige kam am Freitagmorgen von Bangkok auf dem Flughafen in London Heathrow an und wurde dort sofort von der Polizei empfangen worden.

Glitter war wegen Kindesmissbrauchs knapp drei Jahre im Gefängnis. Der frühere Rockstar soll noch an diesem Freitag einem Richter vorgeführt und in ein Register für Sexualstraftäter eingetragen werden.
Einreise überall verweigert
Er kam aus Thailand, wo er kein Visum erhalten hatte. Nach seiner Freilassung am Dienstag hatte sich dort eine bühnenreife Posse um seine Ausreise in die Heimat abgespielt.

Die thailändischen Behörden verweigerten dem unter seinem bürgerlichen Namen Paul Francis Gadd reisenden Glitter zwei Mal die Einreise: Das erste Mal, als er aus Vietnam kam und den Anschlussflug von Bangkok nach London nicht nehmen wollte.

Erfolglose Herzattacke
Nachdem er lange Zeit im Transitbereich des Flughafens verbracht und nach Angaben der BBC sogar einen Herzanfall vorgetäuscht hatte, flog Glitter nach Hongkong. Aber auch dort wollten die chinesischen Behörden ihn nicht über die Grenze lassen. Also landete der Sänger wieder in Bangkok, wo ihm die Einreise erneut verwehrt wurde. Nach Angaben der thailändischen Polizei stimmte er daraufhin seiner Rückkehr nach England zu.

Der Musiker wurde in den 70er Jahren bekannt. Seine Auftritte in paillettenbesetzten Kleidern, Plateauschuhen und bauschigen Perücken machten ihn zu einer Ikone der Glamrockszene. 1999 wurde er in Großbritannien wegen Besitzes von Kinderpornographie zu vier Monaten Haft verurteilt. (nz/dpa/AP)