20.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Gary Glitter
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach der Entlassung aus dem Gefängnis hat Gary Glitter sich gegen die Abschiebung nach England gewehrt. Um nicht in das Flugzeug gen Heimat steigen zu müssen, führte der Ex-Popstar gesundheitliche Gründe an.
Der ehemalige britische Popstar Gary Glitter hat sich geweigert, nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis in Vietnam nach Großbritannien auszureisen. Der 64-Jährige habe in Thailand nicht, wie angeordnet, die Maschine nach England bestiegen, teilte das Außenministerium in London in der Nacht zu Mittwoch mit. Er befinde sich stattdessen im Transitbereich am Flughafen Bangkok. Nach Angaben der BBC hatte Glitter einen Herzanfall vorgetäuscht.
Glitter war am Dienstag nach fast drei Jahren Haft in Vietnam freigekommen. Nach Medienangaben forderte er am Flughafen in Bangkok, statt nach London nach Singapur oder in ein anderes asiatisches Land zu fliegen und dort medizinisch betreut zu werden. Die Behörden in Thailand verweigerten ihm dies allerdings. Der in den siebziger Jahren erfolgreiche Rocker war am Morgen in der britischen Hauptstadt erwartet worden, wo er sich unter anderen in ein Register für Sexualtäter eintragen sollte.
Glitter wurde in seinem Heimatland 1999 wegen Besitzes von Kinderpornographie zu vier Monaten Haft verurteilt. In Vietnam wurde er 2006 verurteilt, weil er zwei Mädchen sexuell missbraucht hatte. Glitter streitet die Tat ab. (dpa/nz)