Schauspielerin: «Das war unangemessen»:
Lohan ist erbost über Outing durch Polizeichef
04.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Lindsay Lohan
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Endlich Ruhe in L.A., und das nur, weil eine Sängerin neuerdings züchtig und eine Schauspielerin angeblich lesbisch ist. Das sagte der Polizeichef der US-Stadt und hat jetzt mächtig Ärger am Hals.
Der Polizeichef von Los Angeles, William Bratton, hat mit einem eher unbeabsichtigten Outing der angeblich lesbischen Lindsay Lohan für Aufregung gesorgt. Bratton wies Forderungen nach einem besseren Schutz von Prominenten vor Paparazzi mit dieser Bemerkung zurück: «Seit Britney (Spears) wieder etwas anzieht und sich ordentlich benimmt, seit Paris (Hilton) außerhalb der Stadt ist und Gott sei Dank niemanden mehr belästigt, und natürlich, seit Lindsay Lohan lesbisch geworden ist, haben wir kaum einen Anlass zu solch einer Maßnahme.» Problem an der Sache: Die Schauspielerin selbst, die sich zwar häufig an der Seite ihrer Freundin Samatha Ronson zeigt, hat sich bisher noch nicht selbst zu dem Thema geäußert.
Über die Bemerkung reagierte sie denn auch erbost. «Polizeichefs sollten sich nicht in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen, wenn es um persönliche Dinge geht. Das ist unangemessen.» Wie der TV-Sender Fox weiter berichtete, stellte Bratton später klar, er sei eine großer Verfechter der Schwulenrechte, auch seine Schwester sei lesbisch. Auslöser der Debatte waren die Forderung von Stadtrat Dennis Zine, Prominente besser vor dem Ansturm unerwünschter Fotografen zu schützen. «Wir haben genügend Gesetze, Regeln und Regularien», bellte Bratton zurück. «Er (Zine) weiß zum Teufel nicht, worüber er redet.» (nz)