22. Jul 2008 09:24
Mehr als vier Jahre ist es her, dass Janet Jacksons unbekleidete Brust während der Live-Übertragung des Superbowls einen Skandal auslöste. Der verantwortliche US-Sender muss trotzdem keine Strafe zahlen, wie ein US-Gericht nun befand.
Popsänger Timberlake hatte damals bei der Halbzeit-Show des amerikanischen Football-Finales Superbowl seiner Kollegin Jackson so ans Bustier gegriffen, dass für den Bruchteil einer Sekunde ihre Brust zu sehen war - im prüden Amerika ein Skandal. Die Aufsichtsbehörde warf dem Sender vor, damit zur «Unanständigkeit» beigetragen zu haben und verhängte das Bußgeld von umgerechnet fast 350.000 Euro.Die Behörde habe nicht nachgewiesen, dass CBS wissentlich und absichtlich gehandelt habe, urteilten die Richter mehrheitlich. Dies sei jedoch Mindestvoraussetzung, um einen Sender zu bestrafen. Timberlake und Jackson waren laut Urteil als unabhängige Vertragspartner für die Show tätig.
Der anstößige Anblick vor rund 90 Millionen Zuschauern dauerte dem Gericht zufolge gerade mal «Neun-Sechzehntel einer Sekunde». Timberlake sang dabei die Liedzeile: «Gonna have you naked by the end of this song» - «Bis zum Ende dieses Lieds werde ich Dich nackt haben». (dpa/nz)