Neue Show des Promi-Kochs polarisiert:
Jamie Oliver wird zum Küken-Killer
14.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Jamie Oliver
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Schluss mit lustig, Jamie Oliver hat nun eine Mission: Der britische Star-Koch engagiert sich in seiner neuen TV-Show vor allem für den Tierschutz.
Der Sonnyboy auf dem Motorroller ist Geschichte, TV-Koch Jamie Oliver wandelt sich immer mehr zum Aktivisten für gesunde, fair produzierte Nahrung. Der britische Star-Koch, der sich zuletzt vor allem für eine bessere Ernährung der Schulkinder in Großbritannien einsetzte - und dabei teils grandios scheiterte - engagiert sich nun auch für den Tierschutz. Die Dokumentation «Hühnerhölle» wird an diesem Montagabend auch auf RTL2 zu sehen sein. Darin thematisiert Oliver die EU-weite Tötung männlicher Küken mit einer aufsehenerregenden Aktion:
Der 33-Jährige erstickte für seinen Film einige Küken, um den Zuschauern die übliche Praxis der massenhaften Hühner-Tötung nahe zu bringen. Jedes Jahr werden in der EU rund 280 Millionen männliche Küken vernichtet, weil sie keine Eier legen und somit für die Firmen nicht profitabel sind. Für die provokante Aktion wie auch die gesamte Sendung bekommt der Brite nun Beifall von deutschen Tierschützern. «Sicher kann man darüber streiten, ob eine solche Kochsendung das richtige Format ist», erklärte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, in einer Mitteilung. «Aber was zählt, ist, dass Jamie Oliver einem Millionenpublikum vorführt, was trauriger Alltag in der Zucht und der Haltung von Legehennen und Masthühnern ist, und dafür verdient er Respekt.» (nz)