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Hollywoods Hoffnungsträger 2008?: 

Knapp am Ruhm vorbeigeschrammt

01. Jul 2008 14:52
Shootingstars: Die Jonas Brothers
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In Hollywood schaffen es nur die Wenigstens bis ganz nach oben. Die amerikanische «Vanity Fair» wagt jedes Jahr eine Prognose, wer das Potenzial zum zukünftigen Superstar hat - und liegt damit erschreckend oft daneben.

Seit 2003 widmet die amerikanische «Vanity Fair» den jungen Hoffnungsträgern der Entertainment-Branche einmal jährlich eine Ausgabe. In diesem Jahr wollen die Redakteure des Magazins in 27 Jungstars zwischen 15 und 26 das gewisse Etwas, das man braucht, um es in Hollywood zu etwas zu bringen, gesehen haben. Die Auswahl sei wohl mit einem «Maschinengewehr» getroffen worden, frotzeln etwa die Macher des Internetdienstes «Gawker», anscheinend habe man für die Ausgabe «jeden in Hollywood unter 30» vor die Kamera geholt.

Die Kritik ist berechtigt, so schafften es nur wenige der in den vergangenen Jahren gezeigten Talente, sich tatsächlich im harten Filmgeschäft durchzusetzen. Oder wie es ebenfalls auf «Gawker.com» heißt: «Für jeden Shia LaBeouf gibt es eine Lindsay Lohan.» Eine bissige Anspielung auf den Erfolg, den LaBeouf mit Filmen wie «Transformers» und «Indiana Jones» feiern konnte, nachdem er in «Vanity Fair» gehypt wurde sowie die ebenfalls hochgefeierte Lohan, die mehr Schlagzeilen mit Gefängnisaufenthalt und Entzugsklinik macht, als mit ihrer Arbeit als Schauspielerin/Sängerin.

Das Showbiz-Gen und Vitamin B

Doch zurück zur diesjährigen Star-Prognose, übrigens unter dem Titel «Hollywoods New Wave»: Fraglich, ob vermeintliche Stars von Morgen wie Summer Bishil, Christopher Mintz-Plasse, Rachael Taylor oder Jay Baruchel der Sprung in Hollywoods erste Riege, die «A-List», gelingt. Sie lesen diese Namen gerade zum ersten Mal? Kein Problem, wahrscheinlich wird das erste auch das letzte Mal bleiben. Da hat es Lenny Kravitz' Tochter Zöe leichter, die bringt sowohl das Showbiz-Gen als auch die nötige Portion Vitamin B bereits von zu Haus mit. Bereits «geschafft» haben es die Jonas Brothers, drei singende Brüder aus New Jersey, die nach Chartserfolgen in den USA nun auch in Europa die Hitparaden stürmen und Teenagermädchen brechen.

Neben falschen Vorhersagen sind auch die zu den Kurzporträts der Newcomer gehörigen Interviews zu bemängeln. Die entpuppen sich bei genauerem hinsehen nämlich als reine Werbung. «BlackBerry oder iPhone?», «Hybrid oder Escalade?», «Jimmy Choo oder Christian Louboutin?», «Levi’s oder J Brand?», «Xbox, Wii oder PlayStation?» lauten einige der Fragen. (nz)

 
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