Bürgermeister will kein DSDS-Casting:
Bohlen im Bremer Rathaus nicht erwünscht
01.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die Jury von 'Deutschland sucht den Superstar'
Foto: RTL
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In Bremen sollte das kommende «DSDS»-Vorsingen an prominenter Stelle stattfinden. Der Bürgermeister aber will sein Rathaus nicht für «gezielte Erniedrigungen» zur Verfügung stellen.
Verschlossene Türen für Dieter Bohlen und seine potentiellen neuen «Superstars» im Bremer Rathaus. Die Verwaltung habe eine entsprechende Anfrage des Senders RTL abschlägig beschieden, bestätigte ein Sprecher. Dort sollte offenbar der regionale Vorentscheid für die Talentschow des Senders stattfinden.
Die Sendung passe nicht zum Rathaus, so Bürgermeister Jens Böhrnsen. «Die Kandidatinnen und Kandidaten werden bei der Sendung vor einem Millionenpublikum mit Häme, Spott und Beleidigungen überzogen und lächerlich gemacht», erklärte der SPD-Politiker. «Sie werden gezielt erniedrigt.» Die Bremer Bemühungen um eine von gegenseitigem Respekt und Toleranz geprägt Jugendkultur würden durch ein solches Sendeformat geradezu konterkariert, meinte Böhrnsen weiter. Das Casting sollte laut «Weser-Kurier» in der Oberen Rathaushalle stattfinden. Derzeit läuft die Bewerbungsfrist für die sechste Staffel der Casting-Show auf RTL.(nz)