30.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Wanda hat 'zu viel nachgedacht'
Foto: NZ Screenshot/Youtube
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Für die Hamburgerin Wanda Badwal hatte Heidi Klum am Donnerstagabend kein Foto mehr parat. Eine plausible Begründung für das Ausscheiden der 23-Jährigen allerdings auch nicht, bedauert Julia Wilczok .
Und wieder hat die Prognose der vor wenigen Wochen im Netz aufgetauchten «Topmodel»-Abschussliste gestimmt: Wanda Badwal musste am gestrigen Donnerstagabend die Modelshow verlassen. Wanda habe «zu viel nachgedacht» und so ihre Natürlichkeit verloren, lautete das wenig überzeugende Urteil von Heidi Klum. Immerhin die Fans sind auf Wandas Seite. In den Gästebuch-Einträgen auf der Myspace-Seite der Hamburgerin spiegeln sich Wut und Mitleid wider. «Na toll, nachher gewinnt wieder so 'ne Hässliche wie letztes Mal - Barbara die Kräuterhexe!», ärgert sich zum Beispiel Fan «Bastiii». Auch in der Presse war die 23-Jährige überaus beliebt. Neben «Blondine Caro», «Küken Jenny», «Friseurin Janina» und «Rehauge Christina» wurde sie in zahlreichen Berichten als «die schöne Wanda» hervorgehoben.
Neben dem Aus für Wanda gab es noch eine weitere Enttäuschung am gestrigen Abend. Die Sendung endete kurz vor der zweiten großen Entscheidung. Ob nun also Caro oder Janina ins Finale kommen wird, erfährt der Zuschauer erst in der kommenden Woche.
Rote Plüschkissen und ein Meer aus TeelichternSonst ging die Episode recht schleppend vorüber. So langsam scheinen den Redakteuren der Modelshow die Ideen auszugehen. Statt neuer «Competitions» werden zum Teil einfach die Spiele der vergangenen Staffel wiederholt - zum Beispiel Juror Peyman fertigmachen. Doch vor allem fehlt seit dem Ausstieg von Bruce Darnell der Witz. Der blasse «Rolf-e» ist da kein Ersatz und so sollen die Kandiatinnen selbt für Spaß und Spannung sorgen. Da das auch nicht recht klappen will, werden Situationen inszeniert.
Das Paradebeispiel vom gestrigen Abend: Die fünf verbliebenen Kandidatinnen lassen auf rote Plüschkissen (!) gebettet und von einem Zirkel aus Teelichtern (!!!) umringt die Geschehnisse der letzten dreieinhalb Monate Revue passieren. In dieser schwülstigen Atmosphäre wird selbst dem größten Romantiker speiübel. Um so mehr, als die Mädchen anfangen, zu philosophieren. «Man kann hier Freundinnen finden», meint etwa Caro, und sie alle hätten so viel gelernt, vor allem «Selbstvertrauen und Disziplin». Das Ganze klag derart gekünstelt, dass man angestrengt nach dem Show-Praktikanten suchte, der die Pappschilder mit den vorher erdachten Äußerungen hochhielt. Doch es gab noch mehr der gestellten Momente, etwa dieser: Wanda und Janina entspannen nach einem harten Tag in der Badewanne im Bikini!
«Hollywood ist nicht zu groß für mich»Nett auch der Auftritt von «Gala»-Chefredakteur Peter Lewandowski, der die fünf Topmodels in spe interviewte, denn «Star in der Öffentlichkeit sein, will gelernt sein!» Leicht ließen die unbedarften Seelen sich im Gespräch aufs Glatteis locken. Wie groß war da die Erleichterung, als Juror Peyman ihnen mitteilte, dass Überschriften wie «Hollywood ist nicht zu groß für mich» (Wanda), «Peyman und Rolf sind sehr gemein» (Caro) oder «Heidi ist zu wenig für uns da» (Christina) nicht in «Gala» veröffentlicht werden. Nicht??? Glück gehabt, ihr armen Naivchen, aber auch schade irgendwie - im wahren Leben gibt es schließlich auch keine Generalprobe.
Des Weiteren standen noch ein paar Jobs und «Challenges» an. Caro drehte einen TV-Spot für den Mobilfunkanbieter Base, Christina posierte für ein Kampagnen-Shooting des Designers Ed Hardy, Janina wurde im Diven-Style für ein «Gala»-Editorial fotografiert und alle Mädchen posierten für das Cover der «Cosmopolitan». Wer in der kommenden Woche tatsächlich auf dem Titel erscheinen wird, das wird im Finale am 5. Juni entschieden. Doch vorerst gibt es noch das Halbfinale am kommenden Dienstag, währenddessen auch das groß im Vorfeld angekündigte Männer-Casting stattfindet. Übrigens im Beisein der Ex-Kandidatinnen Gina-Lisa und Sarah, wie die Preview verriet.