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«Time Magazine» wählt Top 100: 

Karl Lagerfeld «einflussreichster Deutscher»

06. Mai 2008 11:54
Karl Lagerfeld ist laut Time-Magazine einflussreichster als der Papst.
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Wer sind die wichtigsten Menschen der Welt? Das «Time Magazine» hat wieder einmal 100 Politiker, Entertainer und Wirtschaftspioniere aufgelistet – und damit eine kleine Kontroverse ausgelöst.

Das «Time Magazine» hat zum fünften Mal die «100 einflussreichsten Menschen der Welt» gewählt. Auf die Liste von Politikern, Künstlern, Wirtschaftspionieren, Wissenschaftlern, Entertainern und Sportlern hat es dieses Jahr aber nur ein einziger Deutscher geschafft: Modedesigner Karl Lagerfeld.

Er habe «Haute Couture mit radikaler, sinnlicher Provokation neu interpretiert», begründet die Architektin Zaha Hadid die Aufnahme seiner Person. Lagerfeld wurde in der Rubrik «Gründer und Titanen» gelistet, wo sich neben seinem auch Namen wie Rupert Murdoch, Radiohead oder Steve Jobs finden.

Angela Merkel und amerikanische Weltreformer

Die jährlich veröffentlichte Zusammenstellung des Magazins wird zu etwa 80 Prozent von US-Amerikanern dominiert. Sie beinhaltet zwar keine Rangfolge, findet aber stets internationale Beachtung. In die «Time 100» wird laut der zuständigen Redaktion nur aufgenommen, wer nach ihrer Ansicht die Welt nachhaltig formt und gestaltet.

Dazu gehörte 2007 auch Angela Merkel, US-Präsident George W. Bush dagegen nicht. Dieses Jahr ist er gemeinsam mit dem neuen Kandidaten fürs Weiße Haus, John McCain, dabei, ebenso wie die beiden Demokraten Barack Obama und Hillary Clinton. Die Bundeskanzlerin schaffte es immerhin auf Platz 32 der Lesercharts, wo Time-Leser über ihre persönlichen Top 100 abstimmen konnten.

Heidi Klum berühmter als der Papst

Eine andere Deutsche überholte Merkel 2008 in diesem Ranking: Platz Vier der Leserwahl belegt Heidi Klum aus Bergisch Gladbach. Das Topmodel moderiert in den USA die Emmy-nominierte Casting-Show «Runway», das amerikanische Pendant zu «Germany's Next Topmodel». Gegen Klum spricht laut Time Magazine, dass sie und Ehemann Seal Britney Spears ihre Unterstützung anboten.

Abgeschlagen auf Platz 58 der Lesercharts liegt der bayerische Papst Benedikt XVI. Während es mit dem Dalai Lama, Bartholomäus I. und Richard Cizik drei religiöse Führer auf die offizielle Liste schafften, taucht sein Name dort nicht auf. Das sorgte für einige Aufregung in den US-Medien. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi hingegen gab sich in der «Corriere della Sera» gelassen. Die Liste beruhe schließlich auf Kriterien, die der religiösen und moralischen Autorität fern seien. Insofern freue sich Rom sogar ein bisschen, dass Benedikt XVI. auf der Liste nicht auftauche. (nz)



 
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