CD-Tipp - James Yuill: 

netzeitung.deFrische Beats aus dem Laptop

 Herausgeber: netzeitung.de

The artist himself, als kleines Wandkunstwerk (Foto: PR<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe The artist himself, als kleines Wandkunstwerk
Foto: PR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Londoner Musikszene hat gerade ihr jüngstes Wunderkind ausgespuckt: James Yuill, dessen «magische» Frickelsounds großartiges Songwriting mit dynamischen Elektrotönen vereinen. Mit Video

Es braucht schon ein enormes Maß an Selbstbewusstsein, um einen Radiohead-Song zu covern. Da sind Wolkenkratzer hohe Verrisse quasi vorprogrammiert. Der Londoner Künstler James Yuill bringt sowohl die nötige Frechheit als auch das Können für solch ein musikalisches Wagnis mit. Yuills Eigeninterpretation von Radioheads' «Packt Like Sardines in a Crushd Tin Box» ist zwar nicht auf dem gerade erschienenen Debütalbum «Turning Down Water For Air» zu finden, zählt jedoch zum Markenzeichen seiner Live-Auftritte.

Erstaunlich wenig gibt es über den blonden Briten mit der markanten Nickelbrille in den Weiten des Web zu finden, dabei feiern renommierte Musikkritiker vom «NME» über den «Artrocker» bis hin zum «Guardian» ihn schon als «Jahrhundertmusiker». Auf seiner Myspace-Seite stellt der Londoner Künstler sich recht knapp vor. «Hello everybody. My name's James. I make music on my laptop with my fingers and guitars and things and stuff.» Und gerade diese Einfachheit ist es, die seine One-Man-Band auszeichnet.

Dabei könnte der Mann gar vor unterschiedlichen Einflüssen zerbersten. Auf der einen Seite schwärmt er nämlich für sanft-melancholischen Folk à la Nick Drake, auf der anderen Seite lassen die Elektro-Rhythmen von Aphex Twin oder Justice sein Herz schneller schlagen. Wieso also Kompromisse machen? Eben! Passt doch alles beides prima zusammen! Nach Feierabend bastelte Yuill, der bis vor kurzem noch einem normalen Job nachging, einfach die von ihm produzierten Gitarren-Sounds und Elektro-Beats zu einem stimmigen Ganzen zusammen.

Übrigens: Von den hochgelobten Live-Fähigkeiten des Briten kann man sich hierzulande Mitte Januar überzeugen.

James Yuill: «Turning Down Water For Air» (Moshi Moshi / Coop)

James Yuill auf Tour:
10.Januar - Scala, Berlin
17.Januar - Gebäude 9, Köln
18. Januar - Übel & Gefährlich, Hamburg
19. Januar - Lido, Berlin

James Yuill - «No Surprise»:


Für das Web ediert von Julia Wilczok