14. Okt 2008 13:38
Der Übergang vom Leben zum Tod - mit diesem Thema beschäftigen sich Antony and the Johnsons auf ihrer neuen EP. Nicht nur inhaltlich geht es um Wandel. Auf «Another World» entfaltet sich auch Antony Hegartys Singer/Songwriter-Talent zu ganzer Schönheit, findet
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Für das EP-Cover hat Pierre-Olivier Deschamps übrigens die japanische Butoh-Legende Kazuo Ohno fotografiert. Wie passend, wird die japanische Ausdrucksform doch mit «Tanz der Finsternis» übersetzt. Durch den Tanz wird die Grenze zwischen Leben und Tod überwunden, können die Tänzer angeblich Kontakt mit den Verstorbenen aufnehmen. Eine Übung, der sich auch Hegarty in seinen Songs versucht. In «Sing For Me» beispielsweise hebt er seine tote Mutter noch einmal aus dem Grab.Deutlich positiver als seine Texte verläuft die Karriere des in England geborenen Amerikaners. Nach Kollaboration mit Künstlern wie Lou Reed, Leonhard Cohen, Rufus Wainwright und jüngst mit Björk sowie der Zusammenarbeit mit dem Dance-Kollektiv Hercules and Love Affair ist Hegarty längst kein Insidertipp mehr. Da wundert es kaum, dass er unlängst erneut in einem Ranking auftauchte: Das amerikanische Magazin «Out» wählte ihn zu einem von Hundert homosexuellen Männern und Frauen, die 2007 «rockten». (nz)
Antony and the Johnsons - «Another World»: