14. Jul 2008 09:15
Die Frau des französischen Staatspräsidenten überstrahlt ihren Mann mit ihrem neuen Album. Pop schlägt Politics, meint
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Neidische Politiker...
Dabei kommt das dritte Album von Madame Sarkozy zumindest musikalisch äußerst staatstragend daher. Das Grundgesetz des Pop français wird befolgt. Leicht und schwer zugleich klingen die Lieder, die sich allerdings weder besonders in den Vordergrund drängen noch neue Ideen enthalten. Dafür umschmeicheln sie die Bruni perfekt wie ein rauschendes Abendkleid, betonen ihre Vorzüge und verhüllen, dass sie nicht gerade eine begnadete Sängerin ist. Aber was für eine Stimme! Die muss gottgegeben sein. Außerdem ist dieses zerbrechlich-raue, wie Pergament knisternde Timbre mit den profanen Mitteln der Tontechnik so nah abgemischt, als flüstere sie ihren Hörern die Worte direkt ins Ohr. Und sogar ein Stück für den Präsidenten gibt es. «Ta Tienne» umgurrt ihn mit den Worten, «du bist mein Herr». Sarko, du Glückspilz! Nur leider stimmt diese verführerisch gehauchte Hingabe nicht. Diesmal hat die Popmusik das Primat über die Politik.Carla Bruni: «Comme si de rien n'était» (Edel)