Ein Lied für Belgrad:
No Angels gewinnen Grand-Prix-Vorentscheid
06.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Die No Angels beim Vorentscheid in Hamburg
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Mit ihrem Song «Disappear» siegten Lucy, Sandy, Nadja und Jessica in Hamburg gegen die nationale Konkurrenz. Cinema Bizarre verfehlte das klassische Grand-Prix-Publikum.
Die No Angels singen für Deutschland beim Grand Prix. Mit dem eingängigen Popsong «Disappear» setzten sich die vier Sängerinnen am Donnerstagabend beim Vorentscheid in Hamburg gegen die Konkurrenz durch. Die Zuschauer der ARD-Live-Show hatten per SMS und Anruf die No Angels als Gewinnerinnen bestimmt, die am 24. Mai beim Eurovision Song Contest in der serbischen Hauptstadt Belgrad antreten. Im vergangenen Jahr hatte der Swingmusiker Roger Cicero Deutschland beim internationalen Finale vertreten. Trotz eines überzeugenden Auftritts kam er nur auf Platz 19.
Im Abstimmungsfinale am Donnerstag setzten sich Lucy, Sandy, Nadja und Jessica gegen die Musicalsängerin Carolin Fortenbacher durch. In Miniröcken und Glitzeroutfits hatte die Castingband No Angels den professionellsten und heißesten Auftritt hingelegt, dafür kamen die Stimmen eher schwach rüber was die Fans aber offensichtlich nicht störte.
Die fünf Kandidaten traten zwar alle mit Mainstream-Pop-Songs an, setzten aber sehr unterschiedliche Akzente. Die Hannoveraner Jungs von Marquess gaben mit «La Histeria» Latino-Pop zum Besten, ließen aber etwas südamerikanisches Feuer vermissen. Tommy Reeve sang sich am Flügel mit seinem sanften Song «Just One Woman» sicher in so manches weibliche Fan-Herz, während Carolin Fortenbacher bei ihrer Ballade «Hinterm Ozean» zwar mit ihrer starken Stimme punktete, aber einen eher zahmen Auftritt hinlegte. Die ungewöhnlichsten Teilnehmer, Cinema Bizarre, dürften mit ihrem Elektro-Pop-Rock-Song «Forever Or Never» sicher ihre Fans begeistert haben, das klassische Grand-Prix- Publikum aber wohl eher nicht. (dpa)