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Brit Awards in London: 

Winehouse stiehlt allen die Show

21. Feb 2008 09:26
Amy Winehouse
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Mit ihrem Auftritt bei den Brit Awards hat Amy Winehouse ein sensationelles Bühnen-Comeback hingelegt. Bei der Preisverleihung ging die Sängerin allerdings leer aus. In der Königsdisziplin siegte eine andere Band.

Bei der Vergabe der britischen Popmusikpreise hat die Soulsängerin Amy Winehouse mit ihrem ersten Live-Auftritt seit einer kürzlichen Drogenentziehungskur Tausende Fans begeistert. Jubel gab es in der Nacht zum Donnerstag in Londons Earls-Court-Arena auch für Ex-Beatle Paul McCartney. «Ich denke einfach, dass britische Musik die beste ist», sagte der 65-Jährige, der von der Britischen Musikakademie für sein Lebenswerk geehrt wurde. Der ehemalige Beatle schien seine aktuellen Sorgen wegen der Scheidung von Heather Mills für kurze Zeit zu vergessen und erfreute das Publikum mit einem Medley von Ohrwürmern, darunter auch «Hey Jude» und «Live and Let Die».

Das Rock-Quartett der Arctic Monkeys erhielt den Preis für die Band des Jahres und nahm auch gleich die Auszeichung für das Album des Jahres mit. «Favourite Worst Nightmare» heißt das ausgezeichnete Werk.

Kate Nash ist die Pop-Entdeckung 2007

Die US-Band Foo Fighters, gegründet von Nirvana-Schlagzeuger Dave Grohl, erhielt die Auszeichnungen für die beste internationale Band und das beste internationale Album. Auch Take That sahnte gleich zweimal ab, als bester Live Act und für die beste Single. Kate Nash - die britische Pop-Entdeckung des vergangenen Jahres - bekam den «Brit» für die beste Pop-Musikerin. Bei den Männern ging der Preis an Mark Ronson.

Abgesehen von McCartney, der mit einem Medley einiger seiner weltbekannten Beatles-Songs begeisterte, stahl die 24-jährige Winehouse den anderen Stars die Show. Die als eines der größten britischen Popmusik-Talente gefeierte Sängerin wirkte so souverän wie seit langem nicht mehr, als sie zwei Titel ihres Albums «Back to Black» sang.

Kein Preis für Winehouse

Bier in der einen, Preis in der anderen Hand: Die Arctic Monkeys
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Dennoch konnte Winehouse keinen Preis gewinnen: Ihr Erfolgsalbum, das sich weltweit bislang mehr als fünf Millionen Mal verkaufte, erschien bereits 2006. Es kam damit nach den Regeln der britischen Musikakademie nicht für die «Brits» infrage, die musikalische Leistungen des Jahres 2007 würdigten. Bei den Grammys hatte Winehouse kürzlich einen Triumph erlebt und fünf dieser begehrtesten Musikpreise der Welt gewonnen.

Zu den Gewinnern der Brit Awards gehörte auch der aus dem Libanon stammende Sänger Mika. Er wurde als bester neuer Popmusiker ausgezeichnet. Die stimmgewaltige 19-jährige Soul- und Jazzsängerin Adele Adkins bekam den Preis der britischen Musikkritiker. Ähnlich wie Kate Nash und Winehouse gehört sie zu den großen Hoffnungsträgern der britischen Musikszene. Als beste internationale Sängerin wurde die Australierin Kylie Minogue mit einem Brit Award geehrt. Bei den Männern ging der internationale Preis an den Amerikaner Kanye West.

Rock-Veteran Ozzy Osbourne bat auch die Kaiser Chiefs, Minogue und Rihanna auf die Bühne. Die Brit Awards, die als britisches Pendant der Grammys gelten, werden von der British Phonographic Industry vergeben. Der Jury gehören mehr als 1.000 Angehörige der Branche an. Bei drei Preisen, darunter auch die Auszeichnung für den besten Live Act, fiel die Entscheidung in einer Abstimmung aller Musikfans. (dpa/AP)

Kylie Minogue auf dem roten Teppich:



Amy Winehouse bei den Brit Awards:

Leona Lewis singt "Bleeding Love" bei den "Brits":

 
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