netzeitung.deRadiohead-Fans zahlten nicht für Download

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Radiohead-Sänger Thom Yorke (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Radiohead-Sänger Thom Yorke
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Experiment sorgte für Aufsehen: Radiohead ließen die Fans selbst bestimmen, wieviel ihnen deren neues Album wert ist. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Sieht so die Zukunft aus? Mit der Idee, die Fans selbst den Preis für ihr neues Album bestimmen zu lassen, sorgte die britische Band Radiohead zuletzt für mächtig Aufregung in der Musikindustrie. Wirtschaftlich gesehen ist das Experiment aber wohl gescheitert, wie nun eine Studie zeigt. Rund 62 Prozent der Nutzer haben sich «In Rainbows» nämlich gratis im Internet heruntergeladen, wie die Internet-Marktforschungsfirma ComScore ermittelte. Wer doch zahlte, gab im Schnitt sechs Dollar aus. Rechnet man diesen Wert mit dem der Nichtzahler zusammen, ergibt sich ein Durchschnittspreis von nur 2,26 Dollar.

Nur zwölf Prozent der Nutzer seien bereit gewesen, mit acht bis zwölf Dollar in etwa den handelsüblichen Preis zu bezahlen. Demnächst wird «In Rainbows» dann auch noch ganz traditionell bei dem Label XL Recordings/Beggars Group erscheinen. Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt. Auf der Radiohead-Website können die Fans seit Anfang Oktober auch für 57,50 Euro ein Set aus einer Doppel-CD und zwei Vinyl-Platten für Anfang Dezember vorbestellen. Wie der Absatz läuft, ist nicht bekannt, allerdings sollen bereits Tausende Fans auf der Warteliste für das Komplettpaket stehen.

Die frühere Radiohead-Plattenfirma EMI wiederum will unterdessen alle sieben vorherigen Alben der Band Anfang Dezember in einem Paket veröffentlichen - auch auf einem 4 Gigabyte fassenden USB-Stick. (nz)