08. Jul 2007 09:57
Mit einem Auftritt von The Police ist in USA das Konzertspektakel «Live Earth» zuende gegangen. Initiator Al Gore spricht von zwei Milliarden Menschen, die Anteil nahmen. Und auch Hollywood war mit dabei.
Die «Live Earth»-Konzerte fanden rund um den Globus statt, auf sieben Kontinenten. Begonnen hatte der Marathon am Samstag in Sydney, es folgten Tokio, Schanghai, Hamburg, London, Johannesburg, Washington und Rio de Janeiro. Selbst auf einer Forschungsstation in der Antarktis rockte eine Wissenschaftler-Band. Die Organisatoren sprachen vom größten Musikereignis aller Zeiten. In Rio hatte Lenny Kravitz die letzten Worte vor einem Publikum von 400.000 Menschen. Noch nach dem offiziellen Abschluss des Konzerts hätten die Musikfans spontan am Strand zum Teil bis zum frühen Sonntagmorgen weitergefeiert, berichteten brasilianische Medien. Trotz massiver Sicherheitsbedenken im Vorfeld der Veranstaltung gab es laut Polizei bis Mitternacht keine nennenswerten Zwischenfälle. Rio war das einzige kostenlose Live Earth-Event.
Auf sieben Kontinenten haben sich 150 Popstars wie Madonna, Bon Jovi und Genesis in einem 24-stündigen Konzertmarathon mit Rock, Rap und Reden für den Klimaschutz stark gemacht.
«Heute sind zwei Milliarden Menschen in über 130 Ländern auf sieben Kontinenten zusammen gekommen», sagte der Initiator des Ereignisses, Ex-US-Vizepräsident Al Gore in New York. 24 Stunden zuvor hatte sich der Umweltaktivist per Videobotschaft an die Fans in Australien gewandt. Als Weltbürger müsse jeder mehr Verantwortung übernehmen und im eigenen Leben auf Energiesparen setzen, sagte Gore zum Auftakt der Konzertreihe in Sydney, die mit feurigen Tänzen der
australischen Aborigines eingeläutet wurde. Dann reihte sich Tokio in das Mammut-Programm ein. Vor mehr als 10 000 Besuchern ließ es vor allem die US-Rockband Linkin Park krachen, die einen solchen Ansturm auf die Bühne auslöste, dass das Konzert kurz unterbrochen wurde.