netzeitung.de«Live Earth» funkt SOS im Namen der Erde

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Aborigines eröffnen Live Earth in Sydney (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Aborigines eröffnen Live Earth in Sydney
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Sogar in der Antarktis gibt es ein «Live Earth»-Konzert. Mehr als 150 Rock- und Popstars spielen rund um den Globus für einen besseren Klimaschutz.

Rock around the World für den Klimaschutz: Nach Sydney, Tokio und Schanghai haben sich am Samstag auch Hamburg und London in den Reigen der weltweiten «Live-Earth»-Konzerte eingereiht. Die kühl-regnerische Hansestadt startete nach traditionelle Tänzen in Australien und High Tech in Japan mit den Hits des südamerikanischen Weltstars Shakira.

Bei strahlendem Sonnenschein erfreute derweil Genesis in London mit «Land of Confusion» die Fans. Die Organisatoren um den früheren US-Vizepräsident Al Gore wollen mit dem Musikspektakel auf allen Kontinenten ihre Botschaft zum Klimaschutz in alle Welt tragen: «Mit 'Live Earth' hoffen wir Menschen durch die Kraft der Musik zu verbinden und mit einer simplen, universellen Botschaft in die Pflicht zu nehmen: SOS. Folgt dem Ruf», wandte sich Gore an die Besucher in Tokio.

Dort begann das Konzert mit einer High-Tech-Laser-Show der Band Genki Rockets. Gore erschien den Konzertbesuchern als Hologramm. In Australien sangen und tanzten weiß bemalte Ureinwohner mit Didgeridoos und Eukalyptuswedeln im Aussie-Stadion einen traditionellen Willkommensgruß.

Nach dem Auftritt der Aborigines wurde eine Videobotschaft Gores eingespielt. Er rief die Besucher auf, ihre eigene Umweltbilanz zu verbessern und eine klimafreundlichere Politik zu unterstützen. «Danke, dass ihr heute gekommen und die allerersten seid, die diese Bewegung in Gang bringen, um die Klimakrise lösen zu helfen», sagte er. Anschließend spielte die erste offizielle Band der Show, der Funk-Roots-Act Blue King Brown.

Rio-Konzert genehmigt
In Hamburg, wo bis Konzertbeginn nur rund 28.000 Tickets für das 45.000 Menschen fassende Stadion verkauft worden waren, standen nach dem Shakira-Auftritt noch 20 Künstler auf dem Programm. Chris Cornell, Enrique Iglesias, Jan Delay, Mia, Roger Cicero, Reamonn, Michael Mittermeier, Silbermond und Juli sollten folgen. Zum Abschluss gegen 23.00 Uhr sollte Yusuf (bekannt geworden als Cat Stevens) auftreten.

Insgesamt wollten weltweit binnen 24 Stunden mehr als 150 Rock- und Popstars zur Rettung des Weltklimas auftreten, um eine globale Bewegung zur Lösung der Klimakrise loszutreten. Weitere Konzerte standen bis zum Sonntagmorgen noch im Giants-Stadion bei New York, in Washington an der National Mall, in Maropeng bei Johannesburg und an der Copacabana in Rio de Janeiro an. Das Konzert in Rio war bis zuletzt wegen eines juristischen Tauziehens um die Sicherheit der erwarteten 700.000 Besucher noch fraglich, wurde dann aber genehmigt.

Eine Richterin lehnte am Samstag die neuerliche Beschwerde einer Staatsanwältin ab, die erklärt hatte, die Sicherheit der Besucher könne nicht garantiert werden. Beim Konzert an der Copacabana sind ab 22.30 Uhr MESZ Auftritte von Lenny Kravitz, Macy Gray, Pharrell Williams, MV Bill und Jorge Ben geplant. Der ungewöhnlichste Konzertort dürfte die Antarktis sein: Dort tritt eine Wissenschaftlerband auf. (AP)