«Live Earth» funkt SOS im Namen der Erde
07.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Dort begann das Konzert mit einer High-Tech-Laser-Show der Band Genki Rockets. Gore erschien den Konzertbesuchern als Hologramm. In Australien sangen und tanzten weiß bemalte Ureinwohner mit Didgeridoos und Eukalyptuswedeln im Aussie-Stadion einen traditionellen Willkommensgruß.
Nach dem Auftritt der Aborigines wurde eine Videobotschaft Gores eingespielt. Er rief die Besucher auf, ihre eigene Umweltbilanz zu verbessern und eine klimafreundlichere Politik zu unterstützen. «Danke, dass ihr heute gekommen und die allerersten seid, die diese Bewegung in Gang bringen, um die Klimakrise lösen zu helfen», sagte er. Anschließend spielte die erste offizielle Band der Show, der Funk-Roots-Act Blue King Brown.
Insgesamt wollten weltweit binnen 24 Stunden mehr als 150 Rock- und Popstars zur Rettung des Weltklimas auftreten, um eine globale Bewegung zur Lösung der Klimakrise loszutreten. Weitere Konzerte standen bis zum Sonntagmorgen noch im Giants-Stadion bei New York, in Washington an der National Mall, in Maropeng bei Johannesburg und an der Copacabana in Rio de Janeiro an. Das Konzert in Rio war bis zuletzt wegen eines juristischen Tauziehens um die Sicherheit der erwarteten 700.000 Besucher noch fraglich, wurde dann aber genehmigt.
Eine Richterin lehnte am Samstag die neuerliche Beschwerde einer Staatsanwältin ab, die erklärt hatte, die Sicherheit der Besucher könne nicht garantiert werden. Beim Konzert an der Copacabana sind ab 22.30 Uhr MESZ Auftritte von Lenny Kravitz, Macy Gray, Pharrell Williams, MV Bill und Jorge Ben geplant. Der ungewöhnlichste Konzertort dürfte die Antarktis sein: Dort tritt eine Wissenschaftlerband auf. (AP)

