10.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Im Blutbad mit Marilyn Manson
Er hat es wieder geschafft: Pünktlich zum neuen Album hat Marilyn Manson einen kleinen Skandal im Showuniversum fabriziert. Mit dabei: Porno, literweise Blut und eine 19-Jährige.
In einer Villa im Berliner Grunewald mit blutbespritzten Wänden sitzt der von der Presse liebevoll betitulierte «Schockrocker» Marilyn Manson und stellt sein neues Album «Eat me drink me» vor (darüber mehr am 1. Juni). Mitgebracht hat er das Mädchen, das seit kurzem für Getuschel über den mittlerweile 38-jährigen, wie immer stark geschminkten Musiker sorgt: die 19-jährige Schauspielerin Evan Rachel Wood.
Sie sei seine neue Freundin, sagt Manson und muss lachen, während das Mädchen sich im Dämmerlicht an einem Klavier räkelt. Sie trägt dabei die gleiche herzförmige Sonnenbrille wie Lolita in Stanley Kubricks Nabokov-Verfilmung. Und damit sind wir beim jüngsten Manson-Skandal.
«Heart-shaped glasses», so der Titel der ersten Single-Auskopplung und des Videos, das derzeit durchs Netz geistert und zu Mansons vollständiger Zufriedenheit in Kombination mit dem Wort «shock» bei Google bereits zu fast 10.000 Treffern führt.
Grund ist, dass der Künstler auch in diesem Video das macht, was er am besten kann: Er testet Grenzen aus. Diesmal mit Lolita-Sex, wobei Wood laut schreien darf, Messerspielchen irgendwo zwischen David Lynch und Angelina Jolie und einem Blutbad, das auch mit Blutrausch vortrefflich beschrieben wäre. Und am Ende sterben natürlich alle.
Für Fans, die tatsächlich an Mansons Musik interessiert sind, sei verkündet, dass er mit gemeinsam mit Slayer auf Tour gehen wird, zumindest in Amerika. So die Bestätigung auf «Dotmusic».
Blut von KnutIn Deutschland ist er drei Mal zu sehen: Am 22. Juni auf dem Hurricane- und dem Southside-Festival und am 24. Juni in Berlin.
Das Blut an den Wänden in der Villa stammt übrigens von Eisbärbaby Knut - sagt zumindest Manson. (nz)