27.02.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Bushido
Foto: PR
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«Bisou» soll sie heißen, die erste Girlband aus dem Hause Ersguterjunge, dem Label des Berliner Rappers Bushido. Und sehr bald treten die Mädchen auch schon auf.
Sollte irgendjemand jemals am Geschäftssinn des Berliner Rappers Bushido gezweifelt haben - das neueste Projekt des 28-Jährigen dürfte alle Zweifel ausräumen. Der von der Boulevardpresse gerne als «Prollrapper» beschimpfte und von der Popindustrie als «Rüpelrapper» vermarktete Musiker hat eine Girlband aus der Taufe gehoben. «Bisou» (Französisch für Küsschen) soll sie heißen und besteht aus Castingshow- Kandidatinnen, die es nicht in die «Popstars»-Band geschafft hatten.
Präsentieren will Bushido seine Mädchen beim 41. The Dome, am Album werde gearbeitet, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Titel steht auch schon fest: «Hier und Jetzt». «Sie singen auf Deutsch», sagte Bushido jüngst im «Bravo»-Interview. Das sei ein großer Vorteil gegenüber Monrose. «Die singen auf Englisch - da verstehen die meisten nur ein paar Wörter.»
Geplant gewesen sei das Projekt nicht, sondern «spontan» entstanden. Er habe die Kandidatinnen bei einem Besuch im «Popstars»-Bandhaus in München kennen gelernt. «Danach hatte ich noch ein bisschen Kontakt mit einigen.»
Und er habe sich mit den Mädchen nicht nur «super verstanden», sie seien «echt sehr gute Sängerinnen. Viele sagen jetzt garantiert, Casting sei scheiße - aber sie haben definitiv Talent. Was können manche Leute dafür, dass so ein behinderter Dieter Bohlen in einer Jury sitzt und solche Shows in den Dreck zieht? Es geht da ja nur noch um schlechte Witze über schlechte Sänger.»
Wie der Sound von Bushidos GirlbandOb man es glauben will oder nicht, das mittlerweile gefeierte enfant terrible des deutschen Pop will sich um den Nachwuchs kümmern: «Man sollte [...] die Talente fördern. Bei Kelly Clarkson, Justin Timberlake und Christina Aguilera sieht man es ja - aus denen ist was geworden», so Bushido.
Auf die Frage, wie die Musik der Girlband denn klinge, sagte der Berliner: »Mein Ziel ist es, dass irgendwer mal sagt: 'Meine Musik ist dem Sound von Bushidos Girlband zu vergleichen'». Mehr nicht. (nz)